Erstes Baumhaus ist erst 2014 bezugsfertig

Verzögerung Für uriges Hotel fehlen Holzstämme

Kriebstein. 

Der Bau des ersten von fünf Baumhäusern, die im "Kriebelland" an der Kriebsteiner Talsperre entstehen sollen, wird voraussichtlich ins kommende Jahr verschoben werden müssen. Das teilte auf Nachfrage der Betreiber Steffen Mäding mit. Zwar stehen schon seit August die ersten Fundamente für die neue Attraktion. Doch weil bislang der wichtigste Rohstoff für das außergewöhnliche Hotel aus Holz fehlt, herrscht zurzeit Pause auf der Baustelle. Damit das Baumhaus in fast zwanzig Metern Höhe auf sicheren Füßen steht, werden zehn hochwertige Vollholzstämme benötigt, die einem Umfang von fast einem Meter haben und später Bruchlasten bis Windstärke 12 aushalten können. "Sollten wir die strengen Auflagen nicht erfüllen, gibt uns der Prüfungsingenieur kein Zertifikat und damit auch kein grünes Licht für den Bau", erklärt Mäding. Zwar hatte er in den zurückliegenden Wochen entsprechende Bäume direkt an der Talsperre ausfindig gemacht. "Allerdings betonte der Baumgutachter, dass das Kernholz der Bäume krank sei und sie deshalb für den Sonderbau aus Gründen der Sicherheit keine Verwendung finden dürfen", sagt Mäding. Eigentlich hatte er langlebige Robinienstämme im Visier, die als Stützen für das urige Hotel verwendet werden sollten. Doch weil das recht schwierig zu beschaffen ist, will er jetzt auf Eichenholz aus heimischen Wäldern umschwenken. "Dazu stehe ich bereits mit dem Sachsenforst in Kontakt", sagt Mäding, der spätestens im Frühjahr 2014 das erste Baumhaushotel in den Baumwipfeln eröffnen will. Denn für die urige Bleibe in den Baumwipfeln gibt es bereits jede Menge Anfragen aus Deutschland und dem Ausland, verriet Mäding. Damit er die ungewöhnlichen Baumhäuser überhaupt bauen kann, hatte er insgesamt 24 behördliche Genehmigungen einholen müssen.