Erstmals weniger als 1.000 Straftaten in Mittweida

Kriminalität Statistik verzeichnet über 60 Prozent gelöste Fälle

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Foto: Harry Härtel

Mittweida. Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten in Mittweida ist im vergangenen Jahr erstmals unter die 1.000er-Marke gefallen. Mit 987 Kriminalfällen verzeichne man einen Rückgang um 81 Fälle im Vergleich zum Vorjahr, erklärte der Leiter des Polizeireviers Mittweida, Bernd Bauch, bei der Sitzung des Mittweidaer Stadtrates am vergangenen Donnerstagabend. Die Aufklärungsquote der zur Anzeige gebrachten Straftaten lag demnach 2016 bei 61 Prozent. "Wir liegen mit dieser Aufklärungsrate im oberen Mittelfeld im Vergleich zu anderen Revieren in der Polizeidirektion Chemnitz. Auch mit dem Rückgang der Kriminalfälle bewegt sich Mittweida aktuell gegen den weitläufigen Trend", erklärte Bauch.

Weniger Rauschgiftkontrollen

Hinzugefügt werden müsse dem Polizeileiter zufolge aber die Tatsache, dass aus personellen Gründen weitaus weniger Kontrollen durchgeführt werden konnten. Dies schlage sich vor allem bei der Rauschgiftkriminalität nieder, wo die Fallzahlen im Vergleich zu 2015 um exakt 50 Prozent zurückgegangen sind. Insgesamt 420 Tatverdächtigte konnte die Polizei in Mittweida im vergangenen Jahr ermittelt, in den meisten Fällen (142) lagen Diebstahlsdelikte vor, gefolgt von Rohheits- und Fälschungsdelikten. 2016 kam es zu keinem Mord- oder Totschlagsdelikt im Revierbereich.

Tatverdächtige sind vorwiegend männlich

Die überwiegende Anzahl der Tatverdächtigen sei männlich (72 Prozent), knapp 22 Prozent seien dabei noch Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende. Bei der Kriminalität von Nicht-Deutschen verzeichnete das Polizeirevier einen Anstieg, von 29 Tatverdächtigten 2015 auf nunmehr 51. Auch im benachbarten Rochlitz verzeichnete die Kriminalstatistik einen kontinuierlichen Rückgang von über 500 Straftaten 2012 auf 371 im Jahr 2016. "Im Gegensatz zu den größeren Städten wie Chemnitz oder Leipzig kann man in Mittelsachsen und der Region Mittweida von einer rückläufigen Entwicklung der Straftaten sprechen", so Bernd Bauch.