Erzieherin mit Leib und Seele

Hort Abschied nach über vier Jahrzehnten

"Ich bin wirklich jeden Tag gern auf Arbeit gegangen." Wer das nach mehr als 42 Jahren sagen kann, darf als glücklicher Mensch gelten. Gisela Hagel wirkt genauso in jedem Augenblick des Gesprächs. In der vergangenen Woche wurde die 65-Jährige in den Ruhestand verabschiedet. "Es war eine der schönsten Feiern, die ich je erlebt habe. Einfach berührend. Ich kann nur allen Beteiligten herzlich Dank sagen, von den Kindern, über meine Mitarbeitern bis zum Bürgermeister." Ein Thron wurde ihr in der Aula das Bildungszentrums errichtet, von wo aus die nun ehemalige Hortleiterin der Grundschule das ihr zu Ehren gestaltete Programm verfolgen konnte.

Gisela Hagel, die noch immer in ihrem Geburtshaus in Frankenberg lebt, kam nach einen kurzen Intermezzo in Chemnitz im September 1973 als Erzieherin an die Viehweg-Schule nach Frankenberg, wo die Neubauschule und schließlich der Hort der Astrid-Lindgren-Schule ihre nächsten Arbeitsstationen waren. Seit September 1990 war sie die Leiterin des Horts.

"Dass ich immer gern zur Arbeit gegangen bin, lag nicht zuletzt an meinem tollen Team." Das Engagement der 16 Erzieherinnen und Erzieher, die sich um die 270 Kinder sorgen, sei nicht hoch genug zu schätzen. "Vieles von dem, was sie tun, teilweise auch in ihrer Freizeit, wird für selbstverständlich gehalten, ist es aber nicht", sagt Gisela Hagel und nennt unter anderem den Namen ihrer langjährigen Stellvertreterin Ursula Klausner. Ebenso hebt sie die herausragenden Bedingungen im Bildungszentrum und die guten Beziehungen zu Vorgesetzten und Eltern hervor. Nicht zuletzt habe ihr Ehemann Norbert und die Familie stets den Rücken freigehalten. An erster Stelle aber stünden natürlich die Kinder. "Was kann es Schöneres gegeben als ihr Lachen und ein fröhliches 'Tschüss', Frau Hagel."