Es fehlt noch ein neuer Name

Gesang Kleiner Chor will größer werden

Wenn man möchte und Freude am Gesang habe, dann solle man doch einfach mal vorbei kommen wenn geprobt wird. Freundlich lud René Otparlik mit diesen Worten alle, ein, die beim Frühlingsfest am vergangenen Sonntag den Stand des Vereins "Freiberger Agenda 21" aufsuchten. Gemeint war ein kleiner, aber feiner gemischter Chor, der sich jeden Montag um 19.30 Uhr im Gemeindehaus an der Anton-Günther-Straße 16 trifft. Gefragt wie denn der Chor heiße, lächelt er nur. "Einen Namen haben wir leider noch nicht", sagt er. Aber er hatte mal einen. "Früher hießen wir Interkultureller Chor", erzählt Manja Hähnel. "Mittlerweile singen bei uns aber nur Deutsche, was den Namen hinfällig machte." Bei der Probe herrscht eine sehr fröhliche, gelockerte Stimmung. Leiter Andreas Schwinger spielt zur Einstimmung leichthändig ein paar Melodien auf dem Klavier, die eintreffenden Sänger begrüßen sich herzlich, ein neues Gesicht ist auch unter ihnen. "Ganz weg vom interkulturellen sind wir nicht", erzählt Schwinger. "Doch beschränkt sich das auf unser Repertoire." Man singe neben bekanntem Liedgut besonders internationale Stücke. "Lieder, die nicht immer und überall zu hören sind", so Andreas Schwinger. Konkrete Auftritte seien noch nicht geplant. Dadurch ist derzeit kein Druck bei den Proben. Man studiert in Ruhe ein Programm ein und singt, weil es Freude macht. Interessant am Rande: Der bei manch anderem Chor beklagte Mangel an männlichen Sängern ist hier nicht zu beobachten.