Es geht auch ohne Chemie-Einsatz

Natur Forstwirt-Lehrlinge kümmern sich um den Schwarzbach

Am Damm des Schwarzen Teiches haben die Forstwirt-Lehrlinge schon Revue gemacht. Foto: Ulli Schubert

Augustusburg. Der Tag des Waldes war für fünf Forstwirt-Lehrlinge und ihren Ausbilder Rüdiger Schmidt der Anlass, die bislang erreichten Ergebnisse der Bachpatenschaft zu präsentieren, die das Team übernommen hat. "Wir wollen damit das Terrain entlang des Schwarzbaches ökologisch und touristisch aufwerten", so Schmidt. Er kann eine Menge aufzählen, was bereits entlang des rund 2,1 Kilometer langen Bachlaufs vom Bottichberg in Augustusburg bis zur Einmündung in die Zschopau in Erdmannsdorf passiert ist:

Das Bachbett wurde beräumt und angeschwemmtes Geröll entfernt, die Ufer von Wildwuchs freigeschnitten und der Kampf gegen die Neophyten aufgenommen, ganz ohne Chemieeinsatz. Defekte Geländer wurden erneuert und die Schutzhütte am Schwarzen Teich repariert. Es entstanden neue Bänke und sogar ein Weg entlang des Baches.

Abwässer verschmutzen Schwarzbach

Zwei Probleme aber können die jungen Leute nicht ohne Hilfe und Partner lösen: Bei Starkregen und ähnlichen Ereignissen vermischt sich das Regenwasser mit den Abwässern, die an der Pumpstation am Bottichberg gesammelt werden. Dieses Mischwasser verschmutzt dann immer wieder den Schwarzbach, was Spaziergänger beispielsweise an Papierresten an den Steinen oder dem Schaum auf der Wasseroberfläche sehen können. Hier sei vor allem der ZWA in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen.

Zweiter Schwerpunkt ist der Schwarze Teich, der immer mehr verlandet. Er ist unter anderem Brutgebiet für Kröten und Frösche. Alle beteiligten Behörden seien sich einig, dass etwas passieren müsse, jedoch sei die Finanzierung nach wie vor ein Problem, so Rüdiger Schmidt.