Es grünt nur langsam im Paradies

Garten Schaulustige zum Tag der offenen Baustelle im Mühlbachtal

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In mehreren Gruppen erkundeten die Schaulustigen die Baustelle. Vorn jene, die von Jochen Heinz geführt wurde. Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Die zahlreichen Besucher zum Tag der offenen Baustelle nahmen am Samstag die Baustelleneinfahrt als Zugang zum Gelände. Die Gäste der Landesgartenschau werden im kommenden Jahr durch die sanierte Mühlbachunterführung von der Kasse am Eingang Stadtpark in die "Paradiesgärten Mühlbachtal" gelangen.

Was passiert im Falle eines Hochwassers?

Eine Lösung, durch die eine Querung der Sachsenstraße unnötig wird, die aber bei einer Besucherin sogleich die Frage nach dem Hochwasserschutz aufwarf. Jochen Heinz versicherte, dass die Planung von einem Hochwasser ausgeht, das statistisch betrachtet nur alle 100 Jahre kommt. Bis zum Wochenende, so machte der Geschäftsführer der Landesgartenschau gGmbH deutlich, fehlte indes das Wasser.

"Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit wachsen viele Pflanzen und auch einige der Bäume, für die Patenschaften übernommen wurden, schlecht an", sagte er. Jochen Heinz stellte die im Mühlbachtal geplanten Projekte vom Grünen Klassenzimmer am Stadtpark über den schwierig zu gestaltenden Rosenhang bis zum Färbergarten am Eingang Baderberg vor, beantwortete darüber hinaus auch zahlreiche Fragen, die nicht den Teilbereich Paradiesgärten betrafen.

Eine nachhaltige Lösung

So hält er die sogenannte Schlangenbrücke über die B 169 für eine nachhaltige Lösung und erklärte, dass für die Pflege des Geländes nach der Gartenschau von der Stadt ein Gärtner eingestellt werden müsse, der von Helfern unterstützt wird. So handhabte man es in anderen einstigen Landesgartenschau-Orten auch.

Die Investitionskosten in die 8. Sächsische Landesgartenschau vom 20. April bis 6. Oktober 2019 belaufen sich auf mehr als 24 Millionen Euro, für die Durchführung sind noch einmal rund 5,2 Millionen Euro angesetzt. "Davon müssen wir vier Millionen Euro durch den Verkauf von Eintrittskarten erwirtschaften, also unter anderem laut Wirtschaftsplan 235.000 Tageskarten verkaufen", rechnete der Geschäftsführer vor. Wer eine Dauerkarte möchte, kann diese bereits jetzt bei der Veranstaltungs- und Kultur gGmbH im Stadtpark Frankenberg kaufen.