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Es ist einfach toll, dass wir uns mit so einem großen Gegner messen dürfen

Interview BLICK im Gespräch mit Karsten Heine - Cheftrainer vom Chemnitzer FC - über das Spiel gegen Borussia Dortmund am 9. August im heimischen Stadion

Am 9. August trifft der Chemnitzer FC im heimischen Stadion an der Gellertsstraße auf den Bundesligisten BVB Borussia Dortmund. Knut Berger sprach mit CFC-Cheftrainer Karsten Heine über diese Partie.

Herr Heine, der Kartenansturm auf das Spiel ist riesig, die Vorfreude bei allen groß. Würden sie den Gegner als ihr Wunschlos bezeichnen?

Dazu muss ich erste einmal sagen, dass es für mich keine Wunschlose gibt. Wir wollten einen attraktiven Gegner, gegen den wir vielleicht die Chanche auf ein Weiterkommen hätten. Nun ist es ein äußerst attraktiver Gegner geworden, denn Dortmund spielt für mich neben den Bayern immer noch in einer anderen Liga.

Haben Sie die Möglichkeit genutzt, die Borussen zu beobachten ?

Grundsätzlich wird von uns jeder Kontrahent, auf den wir in einem Pflichtspiel treffen, beobachtet. Das übernimmt unser Scout Lothar Hamann. Er wird sich auch im Dortmunder Stadion in der kommenden Woche das Europaleague-Qualifikationsspiel des BVB anschauen. Und die Spieler und ich werden dann die Übertragung der Partie im Fernsehen verfolgen. Doch die Spielstärke des Bundesligisten ist ja hinlänglich bekannt. Jetzt werden wir sehen, wie sie sich unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel entwickeln.

Welche Chancen rechnen Sie sich für Ihre Mannschaft aus?

Zunächst muss ich sagen , dass diese Begegnung für Spieler, Fans und die Stadt eine große Herausforderung darstellt. Es ist einfach toll, dass wir uns mit so einem großen Gegner messen dürfen und schauen können, wie der große Fußball funktioniert. Deshalb werden wir uns aber nicht schon vor dem Anpfiff Autogramme vom Gegner abholen.

Mit welchen Spielern werden Sie die Aufgabe angehen?

Wie in jedem Spiel werde ich dann die stärkste Formation auf den Rasen schicken. Das gilt natürlich auch für die Pokalbegegnung gegen Dortmund.

Hatten Sie in Ihrer Laufbahn als Trainer schon einmal Kontakt mit der Borussia?

Als Interimstrainer von Hertha BSC traf ich im Berliner Olympiastadion in der Bundesliga einmal auf den BVB, wir haben aber damals die Partie leider verloren.

Kommen wir zu Ihrer aktuellen Mannschaft zurück. Im Sommer kamen viele Neuzugänge, auf welchem Stand sehen Sie Ihren Kader?

Wir sind dabei, die neuen Leute zu integrieren. Außerhalb des Platzes geht es schon sehr harmonisch zu, jetzt müssen wir diese Einheit auch weiter auf dem Rasen formen. Da sind wir auf einem guten Weg, es gibt aber auch noch viel zu tun.

Wie lautet das Saisonziel?

Wir haben in der abgelaufenen Serie die Messlatte mit dem 5. Platz durchaus hoch gelegt. Aber jetzt steht das Ziel, uns in der Endabrechnung zu verbessern und oberhalb dieser Marke einzukommen. Dafür müssen wir hart arbeiten, von Verletzungen verschont bleiben und brauchen auch etwas Glück. Zudem müssen wir den Saisonverlauf über konstantere Leistungen zeigen.



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