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Etwas Optimismus angebracht

Entwicklung Mittelsachsens Arbeitsmarkt ist stabil

Als positiv beurteilt Helga Lutz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg, die Entwicklung des mittelsächsischen Arbeitsmarktes im Verlauf des letzten Jahres. "Vor dem Hintergrund der guten, aber von Risiken geprägten konjunkturellen Lage hat er sich stabil entwickelt", sagte sie am gestrigen Dienstag während einer Pressekonferenz.

Trotz solcher Rückschläge wie die Schließung des Press- und Schmiedewerkes in Brand-Erbisdorf habe sich die Quote leicht von 8,6 auf 8,5 Prozent verringert. Am niedrigsten ist sie nach wie vor in Flöha mit 6,9 Prozent. Ganz leicht angestiegen in der Jahresentwicklung ist sie allerdings in Freiberg, nämlich um 0,1 Prozent auf 7,8 Prozent.

Die Zahlen, nur auf den Dezember gerechnet, sehen etwas besser aus. In der Region Freiberg sind demnach 7,3 Prozent arbeitslos, was 3.764 gemeldeten Personen entspricht. In der Flöhaer Region sind es 1.303 Personen, umgerechnet 6,3 Prozent. "Die Arbeitsagentur Freiberg feierte in diesen Tagen ihren 1. Geburtstag", so Helga Lutz. "Nach einem Jahreslauf sind unsere Zahlen jetzt bedeutend fundierter." Sie gehe davon aus, dass es noch einen saisonalen Ausschlag gebe, sollte der Winter doch noch kommen und das Baugewerbe, welches bislang relativ unbeeinträchtigt weiter arbeiten konnte, in Mitleidenschaft ziehen.

Die Zahl von fast 15.000 Erwerbslosen in Mittelsachsen wolle sie auf keinen Fall schönreden, so Lutz, aber: "Vergleicht man dies mit 2005, als die Quote bei 18,2 Prozent und 33.000 Arbeitslosen lag, so muss konstatiert werden, dass die Zeit der massenhaften Arbeitslosigkeit vorbei sei." Ein Hauptgrund dafür sei allerdings der demografische Wandel.

Der könne allein mit Schulabgängern nicht mehr aufgefangen werden. Ein weiterer Wermutstropfen ist die rückläufige Entwicklung bei den freien Stellen. Die Firmen seien zurückhaltend geworden.