Europameister ist das Ziel von Pötschulat

Seifenkiste Auf vier Rädern quer durch Europa

Philipp Pötschulat liebt seit Kindestagen zwei Dinge: Piraten und alles was Räder hat. Kein Wunder also, dass er 2010 auf eigene Initiative hin aus einem alten Handwagen sein erstes eigenes Fahrzeug bastelte. Eine Begeisterung, die Vater Michael von Beginn an unterstützte. In gemeinsamer Arbeit entstand, wie es sich für einen Piratenfan gehört, die "Black Pearl". Damals war Philipp erst 9 Jahre alt, als er die ersten offiziellen Seifenkistenrennen bestritt. Seither hat sich viel getan: Seine Seifenkiste ist kein Holzwagen mehr, sondern ein aerodynamisches Sportgerät. Der 14-Jährige Crossener ist professionell geworden. Michael Pötschulat ist dabei Mechaniker, Manager und Trainer in Personalunion. Mit Unterstützung von Mutter Antje Pötschulat und Tochter Paula versteht sich. "Es ist schon ein teures Hobby, was wir drei insgesamt betreiben, aber Fußballspielen kann jeder", sagte Michael Pötschulat. Dieses Jahr waren es insgesamt neun Seifenkistenrennen in Belgien, Frankreich und Italien, an denen der 14-Jährige teilnahm. Dabei sorgte Philipp in Belgien für eine dicke Überraschung, als er den Favoriten und späteren Europameister bezwang. National gehört er aber bereits zu den besten Piloten in Deutschland, wurde beispielsweise in diesem Jahr Sachsenmeister in Freital. Ab dem Frühjahr 2016 wird wieder fleißig trainiert. Dann gibt es nur noch ein Ziel für den Seifenkistenpiloten: Europameister werden.