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Für die Pumpen fehlen die Fahrzeuge

Hochwasserschutz Förderpraxis überdenken

Frankenberg. 

Bis Ende 2017 werden die Hochwasserschutzmaßnahmen in Frankenberg und Niederlichtenau fertiggestellt. Das versprach der neue Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung, Heinz Gräfe, bei einem Besuch von Mitgliedern der CDU-Landtagsfraktion vergangene Woche in Frankenberg.

Insgesamt 22 Millionen Euro - vorwiegend Fördermittel der EU - investiert der Freistaat in dieses Großprojekt. Ein Großteil der Maßnahmen, für die der Start vor rund drei Jahren erfolgte, ist bereits realisiert. Gegenwärtig wird der Flutschutz für Niederlichtenau verbessert, wie der Projektverantwortliche der LTV, Joachim Klietsch, erklärte. Insgesamt entstehen an der Zschopau rund 3700 Meter neue Deiche, 2120 Meter Schutzmauern und mehrere Spezialbauwerke. Dazu gehören auch Pump- und Schieberschächte, denn ein Problem, dass durch den Bau von Schutzmauern entsteht, ist die Binnenentwässerung. Bei Starkregen sammelt sich das Wasser hinter den Mauern und kann nicht in den Fluss abfließen. Vom Zweckverband Hainichen wurde daher ein Konzept entwickelt, bei dem mithilfe mobiler Pumpsysteme das Wasser in den Fluss gepumpt werden kann.

"Diese mobile Lösung ist überall einsetzbar, wo sie benötigt wird", erklärte Planer Jörg Breitenstein. Die Frankenberger Landtagsabgeordnete Iris Firmenich, die sich in den vergangenen Jahren für die Umsetzung des Projektes sehr engagiert hatte, machte darauf aufmerksam, dass zwar die Anschaffung der Pumptechnik, nicht aber die erforderlichen Fahrzeuge vom Freistaat gefördert werden, und erneuerte ihre Forderung, diese Förderpraxis zu überdenken.



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