Für Investitionen fehlt das Geld

Bürgerforum Talsperrenzweckverband sucht Interessensausgleich

Mit welchen Strategien können künftig mehr Touristen und Tagesausflügler in die Region ringsum die Talsperre Kriebstein gelockt werden? Und was muss konkret getan werden, um das zu realisieren? Diese und andere Fragen zur Zukunft des Naherholungsgebietes standen jetzt bei einem Bürgerforum im Talgut Lauenhain zur Debatte, dem etwa 100 interessierte Anlieger sowie Akteure aus der Tourismusbranche folgten. Dabei hatte sich gezeigt, dass eine offene Diskussion zum Thema wichtiger denn je sei und es neuer Ideen sowie Mitstreiter bedarf, damit das Gelände rings um den Stausee für die Urlauber weitaus attraktiver wird. Damit das gelingt, müsse zukünftig ein Interessensausgleich aller Beteiligten gefunden werden, machte Thomas Waldheim deutlich, der seit zwei Jahren Geschäftsführer vom Zweckverband Kriebsteintalsperre ist. Gemeint sind damit Interessen der Unternehmen innerhalb der Tourismusbranche, Anlieger, Camper, Urlauber und des Verbandes selbst, der ohnehin in einer finanziellen Schieflage steckt. Mit dem zur Verfügung stehenden Geld, das unter anderem durch Parkplatzgebühren, Campingplätze und Schiffsrundfahrten im Sommer eingenommen wird, könnten auch in den bevorstehenden Jahren nur die notwendigsten Maßnahmen und Instandhaltungen realisiert werden, betonte Waldheim. Für Investitionen in das Marketing oder neue Attraktionen reichen die Gelder nicht aus. "Übrigens ist das auch nicht unsere Aufgabe, denn wir sind kein Tourismusverband", betonte Matthias Damm, Vorsitzender des Zweckverbandes. So hoffen die Akteure verstärkt auf Investoren, wobei man am Stausee weniger auf Tourismusattraktionen setzt, sondern eher auf pure Erlebnisse mitten in der Natur.