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Fürs Engagement gibt's nur einen warmen Händedruck

Ehrenamt Viele Leute wollen arbeiten, aber auch für die Aufwandsentschädigung fehlt die Förderung

Hohenstein-Ernstthal. 

Das Leistungsspektrum der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Hilfen für Arbeitslose (GFA) ist groß. Nicht nur die "Löffelstube", die kostengünstig Mittagessen für Bedürftige anbietet, die Lebensmittelverteilung durch die "Tafel" oder die Möbelbörse stellt das Team um Geschäftsführerin Helga Köhler auf die Beine. Im Gemeinwohlzentrum am Neumarkt gibt es auch eine kleine Schneiderei, die Möglichkeit für Computerkurse, Hilfen bei Bewerbungen und Behördenproblemen oder regelmäßige Spielenachmittage. Insgesamt 50 Mitarbeiter und Helfer sorgen dafür, dass alles funktioniert. Vorrangig sind es Ehrenamtliche und geringfügig Angestellte, die oftmals nicht viel mehr als eine Aufwandsentschädigung bekommen. Doch auch diese ist bedroht. "Da sind viele Dinge weggefallen", sagt Helga Köhler mit Blick auf die Fördermöglichkeiten und Projekte, die ehrenamtliches Engagement zumindest ein Stück weit auch finanziell gefördert haben, zum Beispiel zum Begleichen von Fahrtkosten.

Nur durch den Bundesfreiwilligendienst ist es möglich, den Betrieb am Laufen zu halten. Und nötig ist er mehr denn je. "Der Niedriglohnsektor sorgt dafür, dass das Geld bei vielen nicht reicht. Außerdem wird die Altersarmut immer mehr zum Problem", so Köhler. Rund 120 Menschen und in manchen Fällen auch noch ihre Angehörigen seien beispielsweise auf die Lebensmittel angewiesen, die immer donnerstagnachmittags gegen einen kleinen Obolus verteilt werden. Ob jemand bedürftig ist, wird genau geprüft. "Es gibt ständig neue Leute, die zu uns kommen. Eine Entspannung der Situation sehen wir nicht", so Helga Köhler. www.gfa-hot.de