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Faire Osternester für alle gefordert

Aktion Kakaobauern leben meist in Armut

Freiberg. 

Freiberg. Schokolade, bevorzugt in Form von Hasen, gehört zum Osterfest seit Jahrzehnten dazu. Besonders Kinder erliegen voller Wonne dieser Leckerei. Dagegen ist erst einmal gar nichts zu sagen. Die Fair-Trade-Steuerungsgruppe der Stadt Freiberg hat es sich aber zur Aufgabe gemacht, vor allem die Eltern darauf hinzuweisen, dass Schokolade nicht immer gleich Schokolade ist, und dass es darauf ankommt, von wem sie bezogen wird. Diejenigen nämlich, welche die Kakaobohnen anbauen, werden dafür meist nicht adäquat bezahlt und leben oft in bitterer Armut. Gerade jetzt, in den Zeiten der Virus-Krise, sollte darüber nachgedacht werden. "Während der Corona-Pandemie sind die Kakaopreise um zwanzig Prozent eingebrochen", stellt Christian Mädler von der Steuerungsgruppe fest. Deshalb sei es wichtig, die Menschen nicht zu vergessen, welche unter meist miserablen Verhältnissen die wichtigste Zutat für die Schokolade herstellen.

Auf die Menschenrechtsverletzungen innerhalb der Kakao-Lieferkette machten die Aktivisten am Dienstag dieser Woche mit Plakaten am Freiberger Kinder- und Jugendtreff TEE-Ei aufmerksam. Sie fordern damit die Bundesregierung dazu auf, endlich ein entsprechendes Lieferkettengesetz zu verabschieden. "Nur Schoko-Eier aus fairem Handel in die Osternester", wird aufgerufen. "Damit endlich alle Kinder zu Ostern Grund zur Freude haben." Die Stadt Freiberg trägt den Titel Fair Trade Town und setzt mit zahlreichen Aktionen immer wieder Zeichen für fairen Handel und fair erzeugte Waren.

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