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Familie baut Storchen-Horst

Natur Niederwieraer hoffen auf Meister Adebar

Jetzt ist Geduld gefragt: Alexandra Petrik-Quellmalz und Holger Quellmalz aus Niederwiera müssen bis zum Frühjahr 2016 warten, ob ihr selbst gebauter Storchen-Horst von Meister Adebar tatsächlich angenommen wird. Die Eheleute haben auf ihrem Grundstück - gemeinsam mit vielen Freunden - einen 8,50 Meter hohen Mast gesetzt und mit Wagenrad und Birkenreisig ein Nest gebaut. In den Sommermonaten haben mehrere Jungstörche das Angebot in Niederwierta inspiziert. "Sie waren knapp zwei Wochen hier. Dann sind sie aber weiter gezogen und haben auf einem anderen Schornstein in Oberwiera mit dem Nestbau begonnen", sagt Holger Quellmalz.

Die Störche faszinieren die vierköpfige Familie, zu der auch die Töchter Lilja (9 Jahre) und Jella (5 Jahre) gehören. "Wir haben schon vor etlichen Jahren gesehen, dass Störche auf unserem Giebel sitzen und auf umliegenden Wiesen nach Nahrung suchen", erinnert sich Holger Quellmalz, der auch bei den Kindern eine große Begeisterung für Meister Adebar feststellt.

Bei der Suche nach einem Quartier schauen die Störche auch auf das Nahrungsangebot. Jens Hering von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau sagt: "Besonders wichtig ist bei der Förderung einer Neuansiedlung, dass das nähere Umfeld ausreichend Nahrung für das Brutpaar bietet. Das heißt, dass möglichst viel Grünland zur Brutzeit vorhanden sein und dort während der Zeit der Jungenfütterung eine Staffelmahd stattfinden sollte." Deshalb sei die Abstimmung mit den Landwirten von großer Bedeutung. Die Experten nennen auch Zahlen zum Futterbedarf: So benötigen vier etwa 50 Tage alte Jungstörche täglich 2,6 Kilogramm und die Altvögel etwa täglich 4 Kilogramm an Nahrung. Falls diese Nahrungsmenge nicht zur Verfügung steht, verhungern zuerst die schwächsten Jungen.



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