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Fast 60 Jahren im Rennfieber

Vorgestellt Freude beim 30. Motorrad-GP am Sachsenring grenzenlos

Zöblitz. 

"Wenn der Ring ruft, hält es mich nicht zu Hause. Da werde ich ganz unruhig, da muss ich unbedingt raus", beschreibt Dietmar Schlichting aus Zöblitz das Rennfieber, das ihn auch nach fast 60 Jahren jährlich zum Sachsenring-GP packt. "Das ist meine Welt", sagt der gebürtige Hohenstein-Ernstthaler, der bis kurz nach der Jahrtausendwende in Oberlungwitz lebte. "Meine Mutter hat mich, 4-jährig, im Handwagen an den Sachsenring mitgenommen", erinnert er sich an seine Kindertage. "Da habe ich Gefallen gefunden. Ich erinnere heute noch die Worte meiner Patentante, die am Queckenberg wohnte: "Schau mal, Dietmar, jetzt fährt das letzte Gespann hinauf", erinnert sich der 63-Jährige. "Seit 1961 der erste WM-Lauf am Sachsenring stattfand, war ich immer dabei - bis heute. Vor allem, als noch Größen wie Heinz Rosner oder Ago mitgefahren sind, das war meine Welt. Ich kann mich noch genau erinnern, als wir als Jugendliche über die Zäune der alten Strecke geklettert sind - und bald darauf durch das Sicherheitspersonal am Ausgang wieder herausgeflogen. Doch wir haben alles unternommen für ein Autogramm. Und da sind wir eben hinten wieder rein. Ab Donnerstag wurde es schon komplizierter. Aber Dienstag, wenn die ersten Fahrer aufkreuzten, waren wir ruck zuck drin, das Fotoalbum ausgepackt und los ging´s", erinnert sich Dietmar Schlichting an die gemeinsamen Autogrammjagden mit Freunden in seiner Jugend. "Freitags war mein Platz immer auf der großen Tribüne bei Start und Ziel, samstags und sonntags saß ich am Queckenberg zusammen mit meinem Patentante", so der 63-Jährige. "Heute sitzt man leider weit weg, über die Leinwände jedoch sieht man mehr von der Strecke", sagt Dietmar Schlichting und verrät auch seinen aktuellen Favoriten im WM-Zirkus: der Italiener Valentino Rossi.



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