Festakt zum Uni-Jubiläum

Jubiläum Bundespräsident würdigt einzigartige Geschichte

In Freiberg herrschte am vergangenen Wochenende Ausnahmezustand. Grund dafür waren die Festlichkeiten anlässlich des 250-jährigen Bestehens der TU Bergakademie. Zum offiziellen Festakt in der Nikolaikirche wurden zahlreiche nationale und internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßt. Auch Bundespräsident Joachim Gauck ließ es sich nicht nehmen der weltweit ältesten montanwissenschaftlichen Universität zur ihrem Ehrentag zu gratulieren und verwies in seiner Ansprache auf die einzigartige Geschichte der "Alma Mater Fribergensis". In Freiberg sei damit begonnen worden, die Erforschung erdgeschichtlicher Prozesse auf eine empirische Basis zu stellen. Diese Arbeit lockte Studenten aus ganz Europa nach Sachsen. "Die Ressourcenuniversität schreibt die Idee der Nachhaltigkeit auch im 21. Jahrhundert fort. Das Ziel heißt: geschlossene Stoffkreisläufe. Wer diese Ressourcenwende schafft, wird ein Menschheitsproblem lösen." Der Bundespräsident würdigte auch die internationalen Kontakte, die Universität von Beginn an pflegt. "Die Bergakademie Freiberg kann stolz sein auf ihre internationale Ausstrahlung - in der Geschichte wie in der Gegenwart. Eine solche Ausstrahlung ist kein Zufall. Sie gedeiht dort, wo Weltoffenheit, Freiheit des Denkens, Mitmenschlichkeit und Gastfreundschaft herrschen. Das sind Eigenschaften, die nicht nur auf dem Campus einer Universität gefragt sind. Wer in die Welt ausstrahlen will, muss sich bewusst sein, dass der Blick der Welt sich auch zurück auf Freiberg richten wird, auf Sachsen. Weltoffenheit will gelebt werden. Ich sehe keinen Grund, warum sich Freiberg oder irgendein anderer Ort in Deutschland diesem Anspruch verschließen sollte."

Am Abend feierte die TU Bergakademie Freiberg ihren 250. Geburtstag auf dem Messeplatz und in der Neuen Mensa weiter. In der Mensa tummelten sich 2300 Gäste, die sich unter anderem über Auftritte der Chartstürmer Frida Gold, Joris sowie Rany Dabbagh & Band freuen durften.