"Feuer unnachgiebig, Rauch tückisch": Feuerwehr aus Mittelsachsen schildert Einsatz bei Waldbrand in der Gohrischheide
"Schon ein kleiner Spalt reicht und die Hitze trifft die Haut..." Das Erleben einer der schwersten Waldbrände der letzten Jahre der Feuerwehr Burgstädt und Umgebung mit Fotogalerie und Video
Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Seit dem 1. Juli wütet in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg einer der schwersten Waldbrände der letzten Jahre. Bild: privat
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Mittendrin: die Kameradinnen und Kameraden aus Burgstädt, Taura und Köthensdorf, die den Katastrophenschutzzug Wasserversorgung unterstützten und für 24 Stunden die Ablösung der Kameraden aus Döbeln und Roßwein übernahmen. Bild: privat
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Auch ein Panzer kam zum Einsatz. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Ein kleiner Spalt am Hosenbein kann reichen, damit der heiße Dampf die Haut erreicht. Noch gefährlicher ist der Rauch, der tückisch jede Unachtsamkeit bestraft. Bild: privat
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Angst vor den Flammen hat niemand im Team - aber Respekt. Das Feuer ist unnachgiebig, sucht sich neue Wege, greift versteckt an. Bild: privatt
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Die Rettung von oben - ein Hubschrauber im Kampf gegen die Flammen. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Dominik Lau von der Feuerwehr Burgstädt beim Waldbrandeinsatz. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Rico Römer von der Freiwilligen Feuerwehr Taura ist unter den Einsatzkräften vor Ort. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
Burgstädt, Taura/ Ortsteil Köthensdorf
Während Mittelsachsen noch schlief, zogen die Feuerwehrleute aus Burgstädt, Taura und Köthensdorf schon ihre Einsatzkleidung an. Um 3:45 Uhr klingelten die Wecker, um 4:30 Uhr rollten die Fahrzeuge in Richtung Zeithain. Persönliche Bezüge zum Einsatz hatte kaum jemand - doch für alle galt: helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Ein Feuer, das ganze Landstriche bedroht
Seit dem 1. Juli wütet in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg einer der schwersten Waldbrände der letzten Jahre. Das Feuer, entstanden auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz mit munitionsbelastetem Boden, breitete sich in wenigen Tagen über mehr als 2.100 Hektar aus - fast drei Viertel der Heide. Die Trockenheit und hohe Temperaturen machten den Brand unberechenbar. Mehrere Ortschaften, darunter Heidehäuser, Neudorf und Jacobsthal Bahnhof, mussten evakuiert werden. Allein in Heidehäuser wurden rund 100 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter viele Bewohner eines Heims für Schwerbehinderte. Die Lage blieb angespannt, die Evakuierungen bestehen teils weiterhin.
Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen die Flammen
Mehrere hundert Einsatzkräfte aus Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kämpften Tag und Nacht gegen die Flammen. Das munitionsbelastete Gelände machte direkte Löscharbeiten oft zu einem gefährlichen Unterfangen. Löschhubschrauber und Wasserwerfer wurden eingesetzt, um aus der Luft zu helfen. Auch Panzer waren im Einsatz.
Mittendrin: die Kameradinnen und Kameraden aus Burgstädt, Taura und Köthensdorf, die den Katastrophenschutzzug Wasserversorgung unterstützten und für 24 Stunden die Ablösung der Kameraden aus Döbeln und Roßwein übernahmen. Die Aufgaben klangen zunächst nüchtern: Wasser pumpen, transportieren, Löschwasserstellen sichern. Doch die Realität war geprägt von langen Stunden des Wartens - mit ständiger Alarmbereitschaft.
Die Dörfer geräumt, der Wald menschenleer und eine liebevolle Geste
Die Anwohner bekamen die Einsatzkräfte diesmal kaum zu Gesicht. Die Dörfer waren geräumt, der Wald menschenleer. Dennoch blieb eine kleine Geste hängen: Ein Kuchen, von einer Kita in der Nähe gebacken und über den THW-Versorgungszug verteilt. Eine süße Aufmerksamkeit, die inmitten der Erschöpfung für einen kurzen Moment Wärme und Freude brachte.
Respekt statt Angst - Feuer ist unnachgiebig, der Rauch gefährlich
Angst vor den Flammen hat niemand im Team - aber Respekt. Das Feuer ist unnachgiebig, sucht sich neue Wege, greift versteckt an. Ein kleiner Spalt am Hosenbein kann reichen, damit der heiße Dampf die Haut erreicht. Noch gefährlicher ist der Rauch, der tückisch jede Unachtsamkeit bestraft.
Ein Platz voller Geschichten
Der Bereitstellungsraum: ein Parkplatz eines Möbelhauses, daneben eine Kaserne. Zwischen blinkenden Blaulichtern und schweren Fahrzeugen wuchs eine besondere Gemeinschaft. Man sprach über Technik, lobte oder schimpfte über das Essen, tauschte Erfahrungen über Führung und Ausbildung aus. Trotz aller Anspannung war spürbar: Hier stand keiner allein.
"Für andere da sein, in Notlagen helfen, das eigene Wissen unter Beweis stellen und dabei die Kameradschaft leben - genau das treibt uns an", sagt Robin Helmert, der mit im Team war.
Einer der Kameraden, ein Gesicht der Gemeinschaft
Robin Helmert, geboren in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), kennt diesen Einsatzgeist wie kaum ein anderer. Seit 30 Jahren ist er aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Taura. Neben seiner Arbeit als Lokführer ist er Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Chemnitztal, engagiert sich im Gemeinderat von Claußnitz und in mehreren Vereinen. Als Historiker interessiert er sich für die regionale Industriekultur und verbindet damit seine Liebe zur Heimat. Für ihn ist Ehrenamt kein Hobby, sondern eine Haltung.
Die größte Herausforderung: das Aufstehen
Die größte Herausforderung? Für viele nicht die Glut, sondern das frühe Aufstehen. Doch sobald das Blaulicht flackert, weicht die Müdigkeit einem Gefühl von Pflicht und Stolz. Für die Wehren aus Mittelsachsen ist das kein Ausnahmezustand, sondern gelebter Alltag: 24 Stunden, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.
"Wir hatten Neujahr kurz nach Mitternacht den ersten Brandeinsatz und am 24. Dezember den letzten Hochwassereinsatz", erzählt Robin. "Für uns ist das Normalität."
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Dominik Lau von der Feuerwehr Burgstädt beim Waldbrandeinsatz. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
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Rico Römer von der Freiwilligen Feuerwehr Taura ist unter den Einsatzkräften vor Ort. Bild: privat
Überörtliche Hilfe: Ein eingespieltes System
Am Rande sei noch erwähnt: Der Löschzug Wasserversorgung gehört offiziell zum Katastrophenschutz, der vom Landkreis koordiniert wird. Die Fahrzeuge werden von Bund und Land gestellt, die Kommunen sind für die Besetzung mit Personal verantwortlich. So müssen Wehren oft überörtlich helfen - selbstverständlich für alle Beteiligten. Als Ausgleich dürfen die Kommunen die Fahrzeuge auch im eigenen Brandschutz nutzen. Wenn die Kräfte vor Ort nicht ausreichen, werden Nachbarwehren angefragt. Allerdings können auch diese nicht alle Kameraden entsenden, da sie den eigenen Brandschutz im Heimatort weiterhin sicherstellen müssen - so wie diesmal, als in der Verwaltungsgemeinschaft Burgstädt - Mühlau - Taura gefragt wurde.
Mehrere hundert Einsatzkräfte kämpfen gemeinsam gegen ein Feuer, das ganze Landstriche bedrohte. Bild: privat
Wo das Herz einer Gemeinschaft schlägt
Am Ende bleibt das Bild eines Teams, das bereit ist, über sich hinauszuwachsen. Dort, wo Rauch über den Baumwipfeln hängt und die Nacht kaum endet, wird Zusammenhalt nicht nur gesprochen, sondern gelebt. Genau hier schlägt das Herz einer Gemeinschaft, die füreinander brennt... und löscht.
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