Feuerwehren trainieren für den Ernstfall

Kooperation Erste gemeinsame Übung für Kameraden aus Naundorf und Hilbersdorf

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Höchste Konzentration ist auch beim Gang in einen verrauchten Keller vonnöten. Foto: Marcel Schlenkrich

Naundorf. Aus dem Keller qualmt es schon und das Team macht sich bereit für seinen Einsatz. Mit Atemschutzmasken ausgestattet geht es hinab in die stickige Dunkelheit.

Glücklicherweise handelt es sich bei all dem, was am vergangenen Wochenende im alten Kulturhaus Naundorf geschah, nicht um einen Ernstfall, doch genau auf einen solchen müssen die Einsatzkräfte der Region vorbereitet sein.

Wenig Gelegenheit, Abläufe zu üben

Deshalb fand eine umfassende Übung statt, bei der erstmals die Freiwilligen Feuerwehren aus Naundorf und Hilbersdorf mit dem Technischen Hilfswerk Freiberg zusammen trainierten.

Das habe sich in der Vergangenheit einfach nicht ergeben, wie Jens Kaden, Zugführer beim THW, sagt. In Einsatzfällen müsse man zwar oft miteinander arbeiten, doch diese Abläufe vorab zu üben, dazu gebe es viel zu wenig Gelegenheit.

"Wir freuen uns, dass es nun endlich geklappt hat", sagt Jens Hammer, Ortswehrleiter von Hilbersdorf. "So können wir gegenseitig herausfinden, was der jeweils andere kann." In der Regie der Feuerwehrkameraden lagen dabei die Rettungseinsätze, während das THW seine Fähigkeiten etwa beim Abstützen einer einsturzgefährdeten Giebelwand demonstrierte.

Abseilen oder Dachbesteigung? Kein Problem!

Auch mit schwerem Gerät ging man vor. So wurde der Einsatz einer Betonkettensäge und eines Kernbohrgerätes exerziert.

Das Naundorfer Kulturhaus bietet für solche Übungen wie das Abseilen oder Dachbesteigung mittels einer Leiter beste Bedingungen. Seit Jahrzehnten wird das Gebäude nicht mehr genutzt und hielt bereits in der Vergangenheit für manchen Übungseinsatz her.

Die Zusammenarbeit mit dem THW soll künftig intensiviert werden. Beispielsweise ist schon geplant, dass die Kameraden beim Fest der Feuerwehr Niederbobritzsch dabei sind. Auch so wird sichergestellt, dass man sich noch besser bei einem Ernstfall aufeinander verlassen kann.