Finanzierungssicherheit gewährleisten

Aufruf Theater und Orchester im ländlichen Raum

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Unterstützt den Aufruf: Intendant Ralf-Peter Schulze. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Hans Peter Ickrath und Ralf-Peter Schulze haben als Geschäftsführung des Mittelsächsischen Theaters Freiberg-Döbeln ihre Unterschriften unter einen Aufruf gesetzt, in dem die Betriebsräte dieses und der Theater Annaberg-Buchholz, Görlitz-Zittau sowie Plauen-Zwickau sich mit der Aufforderung an die Landespolitik wenden, für eine bessere Finanzierungsicherheit der Theater und Orchester im ländlichen Raum zu sorgen. "Kann diese nicht erreicht werden, wird es zu empfindlichen Beschädigungen einer der wertvollsten Theater- und Orchesterlandschaften in Europa kommen", heißt es in dem Papier. 1994 sei das sächsische Kulturraumgesetz entstanden, um dieses besondere Institutionennetzwerk zu sichern. Mittlerweile sind Anliegen und Konstitution des Gesetzes ein wichtiges kulturelles Alleinstellungsmerkmal des Freistaates geworden. Doch reiche das nicht aus. In der vergangenen Dekade seien zahlreiche Notmaßnahmen ergriffen worden, um Leistungsfähigkeit und Spielbetrieb zu sichern. Die Haustarifverträge, mit denen Sparmaßnahmen unterstützt wurden, seien auf Dauer untragbar. "Die Mittelsächsische Theater und Philharmonie GmbH Freiberg-Döbeln musste seit 1991 verschiedene Haustarife abschließen", sagt dazu Betriebsratsvorsitzende Christine Zülch. "Durch Einmalzahlungen, teilweise Tariferhöhungen und Freizeitausgleich wurden die Mitarbeiter annähernd auf den Tarifstand vom April 2014 gebracht." Seither sei die Anpassung nur sporadisch erfolgt. Und die Zukunft sieht nicht gut aus. Die im Haushaltsentwurf für die kommenden Jahre avisierte Anhebung der Kulturraummittel werde nach Ansicht der Unterzeichner nicht dauerhaft eine tragfähige finanzielle Ausstattung gewährleisten.