Flöha: Wie steht es um die Ortsumgehung?

Verkehr Planungen für die Straße wurden bereits in der 1990ern aufgenommen

Flöha. 

Flöha. Es steht zwar nicht auf der Tagesordnung, gehört aber mittlerweile zum festen Bestandteil einer jeden Flöhaer Stadtratssitzung. In dem Moment, in der die Abgeordneten Anfragen stellen können, erkundigt sich der CDU-Fraktionschef Kurt Lange über den Stand der Dinge beim Fortgang des Baus der Ortsumgehung Flöha. Und nach der jüngsten Anhörung, die am 5. Juni in der Landesdirektion Sachsen stattgefunden hat, dürfte Lange diese Frage auch weiterhin stellen.

Naturschutzverband ist gegen den Bau

Grundsätzlich geht die zuständige Genehmigungsbehörde davon aus, dass für den fehlenden Abschnitt, die Verbindung zwischen dem ehemaligen Golfplatz in Flöha und dem Ortseingang von Falkenau, bald Baurecht erteilt werden kann. Allerdings hat der Naturschutzverband Sachsen bereits angekündigt, gegen ein erteiltes Baurecht vor Gericht ziehen zu wollen. Die ersten Planungen für eine Ortsumgehung wurden in den 1990er Jahren aufgenommen, 2008 rückten die Arbeiter an. Naturschützer klagten jedoch 2009 gegen den Trassenverlauf. Immerhin wurde ein Teilstück von Niederwiesa bis Flöha-Plaue gebaut und 2012 eingeweiht. Seitdem wird am letzten Teilstück geplant, dabei mussten die Unterlagen wegen den Einsprüchen von Naturschützern immer wieder geändert werden.

Das Thema bewegt seit vielen Jahren die Einwohner der Stadt Flöha. Insbesondere sind die Anlieger der Chemnitzer und der Dresdner Straße vom Verkehr völlig genervt. Außerdem wäre eine Fertigstellung der Umgehung auch für Rettungskräfte enorm wichtig, um in Katastrophenfällen, wie einem Hochwasser, Hilfe leisten zu können.