Fleißige Chronisten ausgezeichnet

Ehrung Sparkassen-Stiftung vergab Andreas-Möller-Geschichtspreis

Der Andreas-Möller-Geschichtspreis ging in diesem Jahr an drei Chronisten aus Freiberg, Mittweida und Rochlitz. Die Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Mittelsachsen hat Christine Schmidt, Werner Stascheit und Udo Baumbach aus rund 20 Vorschlägen ausgewählt und die Preisträger, mit Unterstützung des Freiberger Altertumsvereins, für ihre herausragenden Arbeiten zur regionalen Geschichtsforschung geehrt. "Es war nicht einfach sich zu entscheiden", erklärte Harald Menzel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. Christine Schmidt hat die Geschichte der Todesmärsche von 1945 in Freiberg und Umgebung dokumentiert. Sie wollte wissen, warum Menschen in den letzten Kriegstagen zu Opfern, Tätern, Zuschauern oder auch zu Rettern wurden. Dafür recherchierte sie mehrere Jahre unter anderem in der Geschichtswerkstatt der Außenstelle Freiberg des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland, in Kirchenbüchern und sprach mit Zeitzeugen. "Durch ihre bescheidene Art gelingt es ihr Menschen zum reden zu bringen, die jahrelang geschwiegen haben", sagte Michael Düsing in seiner Ansprache. Christine Schmidt führt zudem Jugendliche an ihre Stadtgeschichte heran. Werner Stascheit will zur bewussten Gestaltung der Zukunft beitragen, in dem Sinn "wer seine Herkunft kennt, weiß wo er hingehen muss". Er hat sich mit der Geschichte der Stadt Mittweida und dem Wirken der Bürgermeister vom frühen 19. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Udo Baumbach, langjähriger Leiter des Museums "Schloss Rochlitz" engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die historische Forschung der Stadtgeschichte Rochlitz. Er möchte Bewährtes bewahren. Der Chronist veröffentlichte zahlreiche Werke unter anderem zum Schloss Rochlitz und zu den Straßennamen der Stadt.