Fleischerei eröffnet Filiale in Rochlitz – Familienbetrieb in vierter Generation setzt auf eigene Schlachtung

Sebastian Sacher hat den Traditionsbetrieb 2024 von seinem Vater übernommen. In Rochlitz setzt der Fleischermeister nun auf Regionalität, eigene Produktion und seine bekannten Knacker-Spezialitäten.

Rochlitz, Wechselburg

Die Fleischerei Sacher bringt frischen Wind nach Rochlitz: Der traditionsreiche Familienbetrieb wird in der Stadt eine neue Filiale eröffnen. Fleischermeister Sebastian Sacher (38) führt das Unternehmen inzwischen in vierter Generation – gegründet wurde die Fleischerei bereits 1942. Der Hauptsitz des Betriebs befindet sich in Wechselburg.

Die neue Filiale ist in den Räumen der ehemaligen Fleischerei Hartwig an der Hauptstraße 17 untergebracht. Die Neueröffnung ist für den 10. März um 8.30 Uhr geplant.

„In Rochlitz spüren wir schon jetzt Vorfreude – einige haben ihre Begeisterung bereits persönlich ausgedrückt. Ich hoffe sehr, dass diese positive Stimmung anhält und wir viele Kunden gewinnen, die uns regelmäßig und treu begleiten“, sagt Sebastian Sacher.

Zwei Monate Zeit für den Umzug

Der vorherige Standort befand sich zuletzt in Lunzenau. Zum Jahresende 2025 fiel die Entscheidung für den Umzug. Damit alles reibungslos funktioniert, nahm sich das Team bewusst Zeit.

Rund zwei Monate wurden genutzt, um Maschinen, Einrichtung und Arbeitsbereiche sorgfältig umzuräumen, auszuräumen und am neuen Standort wieder aufzubauen.

Warum Rochlitz?

Für Sebastian Sacher ist Rochlitz ein guter Standort für das Fleischerhandwerk.

Die Stadt sei lebendig, der Marktbereich gut besucht und das Angebot an Fleischereien habe zuletzt abgenommen.

„Hier wird das Fleischerhandwerk gebraucht“, ist Sebastian Sacher überzeugt. Gleichzeitig sorgen kurze Wege dafür, dass Produkte besonders frisch in der Auslage landen.

Fleischerei Sacher: 12 Mitarbeiter und ein Azubi

Im April 2024 übernahm Sacher den Betrieb von seinem Vater. Seitdem entwickelt er das Unternehmen Schritt für Schritt weiter. Insgesamt arbeiten derzeit 13 Mitarbeiter im Betrieb, darunter auch ein Fleischer-Azubi im dritten Lehrjahr, der das Handwerk im Team erlernt.

Eigene Schlachtung und regionale Tiere

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die eigene Schlachtung. In der Fleischerei Sacher werden unter anderem Rinder, Schafe und Kälber verarbeitet.

Dabei setzt der Betrieb bewusst auf regionale Herkunft. Die Rinder stammen beispielsweise aus Tautenhain, einem Ortsteil von Geithain. Kälber und Schafe kommen von regionalen Landwirtschaftsbetrieben und privaten Bauern aus der Umgebung.

Viele Produkte entstehen dadurch nahezu vollständig in eigener Produktion.

Knacker in neun Sorten

Besonders bekannt ist die Fleischerei Sacher für ihre Knacker-Spezialitäten. Insgesamt neun Sorten gibt es mittlerweile im Sortiment.

Zusätzlich überrascht der Betrieb seine Kunden regelmäßig mit einem „Knacker des Monats“, bei dem immer wieder neue Geschmacksrichtungen ausprobiert werden. Dazu kommen saisonale Spezialitäten, die je nach Jahreszeit angeboten werden.

Neustart für die vierte Generation

Mit der neuen Filiale in Rochlitz setzt Sebastian Sacher die lange Tradition des Familienbetriebs fort. Gleichzeitig möchte er das Handwerk modern weiterführen und die Verbindung zu regionalen Landwirten stärken.

Für die Kunden bedeutet das vor allem eines: frische Produkte, kurze Wege und echtes Fleischerhandwerk aus der Region.

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