Flöha - Ein historischer Exkurs

Geschichte Flöha ist nach wie vor Bahnknotenpunkt - 1933 Stadtrecht erhalten

Flöha. 

Flöha. In der Stadt Flöha hat sich in den vergangenen 30 Jahren zweifellos sehr viel getan. Doch auch in der Zeit vorher herrschte keinesfalls Stillstand.

An dieser Stelle soll eine kleine geschichtliche Betrachtung der mehr als 600 Jahre alten Kommune angestellt werden. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1399. Über Jahrhunderte war der Ort landwirtschaftlich geprägt, wenn man von einem in überschaubarem Maße betriebenen Kalk- und Steinkohlebergbau einmal absieht. Mit der Ansiedlung der ersten Baumwollspinnerei am Ufer der Zschopau 1809 setzte eine Industrialisierung ein.

Es folgte 1817 eine weitere Spinnerei, 1830 nahm die Baumwollspinnerei in Gückelsberg ihren Betrieb auf. Ein erheblicher Aufschwung war auch mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz verbunden. Flöha wurde dabei nicht nur zu einem Halte- sondern sogar zu einem Knotenpunkt. 1866 erfolgte die Eröffnung der Strecke Chemnitz - Annaberg, 1869 folgte die Verbindung nach Dresden, 1875 nach Reitzenhain. Noch heute sind alle Linien in Betrieb, wenngleich sich das imposante Bahnhofsgebäude aktuell in einem bedauerlichen Zustand befindet.

Auch verwaltungstechnisch gewann der Ort an Qualität. 1874 wurde die Amtshauptmannschaft ins Leben gerufen, zehn Jahre später die Ortskrankenkasse gegründet.

Ab 1895 wickelte die Gemeindesparkasse Geldgeschäfte vor Ort ab. Die bis dahin selbstständige Gemeinde Gückelsberg schloss sich 1920 Flöha an, dass wiederum am 8. November 1933 das Stadtrecht verliehen bekam.

Postamt, Bahnhof und Handelsschule wurden jeweils neu errichtet. Weitere Betriebe, sowie die Tüllfabrik, Buntpapier oder der Dampfkesselbau hatten längst ihre Produktion aufgenommen. Zum Glück überstand die Stadt Flöha den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet. Ein weiterer Meilenstein in der Stadtgeschichte war sicherlich der Zusammenschluss von Flöha und Plaue am 1. Januar 1962.

Vor allem in den 1980-er Jahren wurde der Wohnungsbau vorangetrieben, bevor Ende 1989 mit der politischen Wende eine neue Zeitrechnung begann. Das älteste Bauwerk der Stadt Flöhas ist die Georgenkirche an der Dresdner Straße. Sie wurde um 1500 an dieser Stelle errichtet und bekam gegen 1750 ihre heutige Form.