Flöha investiert rund 700.000 Euro in traditionsreiches Areal

Im Baumwollpark wird nicht nur ein neuer Spielplatz gebaut

Flöha

Das neue Stadtzentrum von Flöha, das auf dem Gelände der Alten Baumwollspinnerei entsteht, hat in den vergangenen Monaten weiter an Substanz gewonnen.

Kleiner Wasserlauf in Betrieb genommen

Wo einst bis 1994 Baumwolle verarbeitet oder betriebswirtschaftliche Zahlen erstellt wurden, gibt es heute Wohnungen, Einzelhandel, eine Kindertagesstätte, Vereinsräume, den Stadtsaal sowie die modernen Amtsräume des Rathauses der Großen Kreisstadt. Vor wenigen Tagen wurde ein kleiner Wasserlauf in Betrieb genommen, der an den ehemaligen Mühlgraben der Fabrik erinnern soll. Eine Freilegung dieses Gewässers war aufgrund einer Tiefe von rund vier Metern und des sehr stark schwankenden Wasserführung nicht möglich. „Bei der Gestaltung des neuen Marktplatzes haben wir dieses geschichtliche Detail dennoch mit diesem symbolischen Rinnsal berücksichtigt", sagt der Flöhaer Oberbürgermeister Volker Holuscha.

Bauarbeiten im Baumwollpark

Doch es wird nicht nur an den Gebäuden oder am Marktplatz gebaut. Auch im benachbarten Baumwollpark, der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde, drehen sich aktuell die Baumaschinen. So werden unter anderem die beiden Brunnen neu abgedichtet und die Pumpentechnik ertüchtigt. "Zudem haben wir eine Mauer und ausgewählte Wege durch den Park saniert. Die Konturen des neuen Spielplatz sind deutlich zu sehen, er ist allerdings noch nicht fertig. "Es sind die einzelnen Teile zwar schon aufgestellt. Doch es muss noch der Fallschutz installiert und der Rasen gesät werden", erklärt Bauamtschef Andre Stefan.

Investitionen von rund 700.000 Euro

Es werde jedoch noch einige Zeit dauern, bis die Spielgeräte genutzt werden können. "Der Rasen soll erst noch ordentlich anwachsen, bevor die Freigabe erfolgen kann", macht der Rathaus-Mitarbeiter deutlich. Die Baukosten für die Investitionen im Park belaufen sich auf insgesamt rund 700.000 Euro, wobei die Große Kreisstadt finanzielle Unterstützung erhält. "Aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union fließen 75 % Fördermittel in unsere Kasse zurück", betont Stefan.

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