Flöha und Zschopautal laden ein: Neues Wanderwegenetz steht bereit

Regionalmanagement setzt ehrgeiziges Vorhaben um

Gahlenz

Der große deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat der Nachwelt viele Weisheiten hinterlassen. „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, lautet eine davon. Jetzt haben Touristen und Einheimische die Chance, die Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal per pedes noch angenehmer zu erkunden und vor Ort Eindrücke zu sammeln. Dafür steht ab sofort ein Kernwanderwegenetz mit einer Länge von rund 350 Kilometer zur Verfügung.

16 Kommunen setzen gemeinsames Wanderprojekt um

In den 16 beteiligten Kommunen, zu denen zum Beispiel Oederan, Augustusburg, Eppendorf, Niederwiesa, Frankenberg, Grünhainichen, Marienberg und Pockau-Lengefeld zählen, gibt es natürlich ein viel größeres Wegenetz. „Wir haben 2018 zunächst ein Gutachten erstellen lassen, uns in der Auswertung auf bestimmte Abschnitte konzentriert und nun das Projekt vollendet“, freut sich Andrea Pötzscher vom Regionalmanagement des Vereins zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal mit Sitz in Gahlenz.

Fördermittel in Höhe von 270.000 Euro eingesetzt

Das Vorhaben wurde von der Bundes- und Landeregierung mit einen Betrag von rund 270.000 Euro gefördert. „Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent der Investitionssumme. Die restlichen 30 Prozent haben die beteiligten Kommunen bezahlt“, rechnet Andrea Pötzscher vor.

Im Rahmen der Aufwertung wurden unter anderem 80 Bänke, 11 Sitzgruppen, 41 Informationstafeln und fast 560 Wegweiser aufgestellt. „Sowohl für Touristen als auch für die Einwohnerinnen und Einwohner ist das Kernwanderwegenetz eine sehr gute Möglichkeit, die Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal zu erkunden, die Natur auf den nunmehr sehr gut mit Wegweisern und Sitzgelegenheiten ausgestatteten Wegen zu erleben und auf den Infotafeln interessante touristische Punkte zu sehen, die Lust auf mehr Entdeckungen machen“, blickt die Regionalmanagerin nach vorn.

Kommunen bekennen sich zur gemeinsamen Entwicklung

„Die Kommunen haben sich trotz des langen Zeitraumes, trotz geringerer Fördermittelausstattung und trotz des hohen bürokratischen Aufwandes zum Projekt bekannt und zur weiteren homogenen Entwicklung der Region bekannt“, betont Andrea Pötzscher.

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