FÖJler sind Botschafter des Naturschutzes

Jubiläum 20 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr

Lichtenwalde . Die Landesstiftung Natur und Umwelt (Lanu) hatte nicht ohne Grund für die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) die Orangerie des Schlosses Lichtenwalde gewählt. "Hier hat alles begonnen im September 1999. 15 junge Menschen wurden damals in ein FÖJ im Natur- und Umweltschutz vermittelt. Das Barockschloss Lichtenwalde war die damalige Außenstelle der Lanu", erklärte Bernd Dietmar Kammerschen, Gründungsdirektor Lanu in seiner Festrede.

Seitdem ist die Zahl der Freiwilligen auf über 550 gestiegen, die sich aktiv für Belange des Natur- und Umweltschutzes einsetzen. Das FÖJ ist eine feste Größe im Freiwilligendienst neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) geworden. "Unser Anliegen ist die Unterstützung von Projekten und die Sensibilisierung der jungen Menschen für den Naturschutz. Viele FÖJler nehmen nach ihrem Einsatz eine Ausbildung im Naturschutz auf oder bringen sich weiterhin ehrenamtlich ein", stellt Veronika Luther fest, die seit 19 Jahren FÖJler betreut. "Die FÖJler sind Botschafter des Naturschutzes und bringen bereits eine ökologische Einstellung mit. Das FÖJ ist anders strukturiert wie ein FSJ", erklärt Friedemann Beyer, Referent im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

 

 

Jugendliche bringen sich ein

"Inzwischen betreut die Lanu jedes Jahr 37 Freiwillige im FÖJ und mehr als 40 Einsatzstellen in ganz Sachsen. Die Einsatzmöglichkeiten für die Jugendlichen reichen vom klassischen Biobauernhof, über Umweltbildungseinrichtungen und Naturschutzverbänden bis hin zu Einrichtungen im technischen Umweltschutz und in der Umweltanalyse", erklärt Veronika Luther. Besonders beliebt sind während des Einsatzes auch die 25 Tage Seminar, gaben die FÖJler in einer Umfrage an.

Dabei wird unter anderem gefordert, dass sich die Jugendlichen selbst mit einbringen, Vorschläge unterbreiten, teilweise selbstständig Seminare vorbereiten und auch durchführen. Zur Feierstunde berichteten auch ehemalige FÖJler von ihren Einsätzen und andere die gerade dabei sind, stellten ihre Projekte vor. Denn jeder Teilnehmer muss während des einjährigen Einsatzes ein Projekt auswählen und in die Tat umsetzen.