Fördermittel für den Alten Bahnhof

Sanierung Denkmalgeschützer Bahnhof wird zum Kultur- und Dorfgemeinschaftshaus

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Aus dem alten Bahnhof wird ein Kultur- und Dorfgemeinschaftshaus. Auf den Flachbau im Vordergrund wird eine Spindeltreppe als zweiter Rettungsweg für das Dachgeschoss gebaut. Foto: Ulli Schubert

Eppendorf. Jüngst erhielt die Gemeinde mehr als 568.000 Euro Fördermittel für die Sanierung und Umnutzung ihres ehemaligen Bahnhofsgebäudes zur Schaffung eines Kultur- und Dorfgemeinschaftshauses. Die Mittel stammen aus dem Programm "Vitale Dorfkerne und Ortszentren im Ländlichen Raum" des Freistaats.

"Die multifunktionale Einrichtung wird eine Begegnungsstätte für die Vereine des Ortes, die von allen Altersgruppen genutzt werden kann und die Vereine untereinander vernetzt. Sie wird mit vielfältigen Angeboten zur Bildung und Betreuung aller Generationen beitragen - unter anderem durch die Ortsausstellung zur Kleinbahngeschichte und die Bibliothek", erklärte Landrat Matthias Damm.

Barrierfreiheit

Der barrierefreie Zugang sowie ein behindertengerechtes WC ermöglichen auch Menschen mit Behinderung den problemlosen Zugang zum Gebäude. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird vom Keller- bis zum Dachgeschoss vollständig instandgesetzt und die technischen Installationen (Elektro, Heizung, Sanitär) werden erneuert.

Eine Voraussetzung, dass die Gemeinde bei diesem Förderprogramm zum Zuge kam, war, dass Architekt Uwe Kretzer innerhalb weniger Wochen den kompletten Projektantrag samt der Planung für das Haus vorlegen konnte und ebenso die Genehmigung vom Landkreis fix erfolgte. Der Planer konnte sich dabei auf bereits vorhandene Unterlagen vom Verein "altes Bahnhofsviertel" stützen.

Im Erdgeschoss sind ein großer und ein kleiner Vereinsraum sowie Teeküche und öffentliche Toilette geplant. Das WC ist behindertengerecht und über eine Rampenanlage erreichbar. "Im ersten Obergeschoß sind nutzungsneutrale Vereinsräume geplant, die eventuelle auch von der Bibliothek belegt werden können", so Uwe Kretzer.

Finanzen

Das Dachgeschoss müsse brandschutztechnisch ertüchtigt werden und könne beispielsweise von den Modelleisenbahnern oder dem Verein Ortsgeschichte genutzt werden. Vom Dachgeschoss führt eine Spindeltreppe auf das Dach des Flachbaus an der rechten Gebäudeseite, das zu einer Terrasse umfunktioniert werden soll. Laut Plan soll das 800.000 teure Vorhaben bis Ende 2018 abgeschlossen sein, der Förderbescheid gibt jedoch Zeit bis ins Frühjahr 2019.