Folter und Hinrichtung: Gerichtsbarkeit im Mittelalter

Museum Im Oederander Museum gibt es neue Sonderausstellung

folter-und-hinrichtung-gerichtsbarkeit-im-mittelalter
Dorit Fox zeigt eine Schandmaske, deren Tragen zu den sogenannten Ehrenstrafen gehörte. Foto: Ulli Schubert

Oederan. In der neuen Sonderausstellung im Oederaner Museum geht es schon ein bisschen gruselig zu. Schließlich setzt sich Dorit Fox aus Neukirchen kritisch mit dem Thema Gerichtsbarkeit im Mittelalter auseinander und dokumentiert anhand von Schautafeln und über 30 funktionstüchtigen Gerätschaften mittelalterliche Folter- und Hinrichtungsmethoden. Zu sehen ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.

Wer sind die Nachkommen von Moritz Brand?

"Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung suchen wir Hinweise zu Nachfahren des letzten sächsischen Landesscharfrichters Moritz Brand. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen und die Familienforschung Moritz Brand weiter vorantreiben. Einige Engpässe gibt es noch zu beseitigen. Vielleicht können uns die Museumsbesucher dabei helfen", so Museums-Mitarbeiterin Sonja Reupert.

"Ein Familienstammbaum der Familie Moritz Brand soll dabei als Grundlage dienen, um alle Nachkommen der 'Branddynastie' heraus zu bekommen." Moritz Brand lebte in Neuhohelinde bei Oederan.

Am 12. August ist Museumsnacht

Vormerken sollte man sich auch schon den 12. August. Zur Museumsnacht wird man unter anderem von Grete Beier hören, die als letzte Frau in Sachsen öffentlich hingerichtet wurde. Ihre Briefe aus dem Gefängnis liegen als Buch vor und auch Belletristik gibt es zu diesem Kriminalfall, der vor rund 110 Jahren in Brand-Erbisdorf und Freiberg spielte.