Forschen in Freibergs Vergangenheit

Grabungen Alte Fundamente am Dom

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Freiberg. Bei den Rettungsgrabungen am Dom wurden in den Gräbern so wertvolle Beigaben entdeckt wie eine Perlenkette aus Bernstein, vergoldete Gewürznelken, die an der Kleidung angebracht waren, Goldringe oder ein Kruzifix, welches jetzt in Dresden rekonstruiert wird. Konrad Heinze, Verantwortlicher der Domgemeinde hofft: "Vielleicht kommen die Schmuckstücke für eine Ausstellung zurück nach Freiberg." Grabungsleiter Matthias Schubert machte noch aufmerksam auf die Fundamentmauern, die ans Licht kamen. "Vermutlich handelt es sich um die Reste der Erasmuskapelle aus dem 14. Jahrhundert", sagt er. Trotz des Baus des Küsterhauses sollen diese Mauern erhalten bleiben. Weitere Arbeiten am Dom befassen sich mit dem Kreuzgang, von dem große Teile 2014 fertig saniert sein sollen. Diese stehen dann natürlich der Öffentlichkeit zur Verfügung, wie Konrad Heinze betont. "Hier wird Platz für kleine Konzerte, Tauffeiern und ähnliches", blickt er voraus. Noch ist dafür viel zu tun, von der Trockenlegung der Wände bis zur Erneuerung des Bodens, ohne die Gräber im Kreuzgang zu beschädigen.