Forschungen von Heimathistorikern

Historikerkreis Aktuelles Buch soll das vermutlich letzte sein

Vor zahlreichen Zuhörern in der Limbach-Oberfrohnaer Stadtbibliothek haben am Montag Mitglieder des regionalen Historikerkreises eine ihrer vermutlich letzten Lesungen gegeben. Dabei wurde das aktuelle Gemeinschaftswerk "Not macht erfinderisch" vorgestellt, bei der diverse Firmenschicksale aus den Jahren 1945 bis 1990 im Mittelpunkt stehen. Andreas Eichler konnte mit Irmgard Eberth und Klaus Dietz zwei Mitstreiter begrüßen, die für die bekannten, ehemaligen Limbacher Firmen VEB Feinwäsche "Bruno Freitag" sowie "Heliradio"recherchiert hatten. Der Vorsitzende des Niederfrohnaer Heimatvereins weiß noch gut, wie alles begann: "Das Engagement ging 1992 von unserem Verein aus. Für die Beschäftigung mit der Besiedlungsgeschichte lag die Einladung von Vereinen aus der Region nahe." In loser Folge kam der daraus resultierende Heimathistoriker-Arbeitskreis zusammen. Über die Jahre ergaben sich neue Themen, zu denen geforscht und schlussendlich auch publiziert wurde: "1994 war es der Chursdorfer Klaus Oehmig, der auf den 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges hinwies", erinnert sich Eichler. Als Echo auf die Publikation gab es einen "Berg" von Ergänzungen und Hinweisen. Über die Jahre wurde sich Themen ganz verschiedener Art gewidmet: "Wiedererrichtung der Kommunalen Selbstverwaltung 1945-1949" oder beispielsweise "Wege übers Land" rund um LPG und Bodenreform. Inzwischen sind die Hobby-Historiker in die Jahre gekommen, viele sind über 80 und nicht mehr gut reisefähig. Wird es also das letzte gemeinsame Buch der "freiwilligen und oft zufällig zusammen gefundenen Runde" sein? Andreas Eichler: "Zu unserem aktuellen Buch gibt es jetzt die Idee, Interviews früherer Betriebsangehöriger zu sammeln." Vielleicht geht es also doch noch weiter.