Forstwirtlehrlinge bauen Entdeckerpfad

Natur Jeder der fünf Lehrlinge packte mit an

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Diesen Weg haben die Forstlehrlinge um Ausbilder Rüdiger Schmidt (v.) angelegt. An zweiter Position der Augustusburger Hauptamtsleiter Kai-Uwe Zille. Foto: Ulli Schubert

Augustusburg. Schleichpfad nennen die Forstwirtlehrlinge und Rüdiger Schmidt den Weg, den es vor Jahresfrist noch gar nicht gab. "Hier war Wüste", sagt der Lehrlingsausbilder. Jetzt biete sich beispielsweise die Möglichkeit, dass Kinder die Pflanzenwelt am und die Tierwelt im Bach erforschen. Die jungen Leute haben den Weg mit einfachen Mitteln hergestellt.

Geschreddertes Holz aus dem Arboretum bildet einen weichen Untergrund, auf dem sich federleicht laufen lässt. Eine neue Bank steht am Wegesrand. Jeder der fünf Lehrlinge hat ein solches Exemplar mit der Motorsäge hergestellt, denn Forstwirte sind auch Waldzimmerleute. "Der Weg ist mittlerweile sehr beliebt und wir haben sogar Lob bekommen", freut sich Rüdiger Schmidt. Denn das passiert eher selten.

Lehrlinge erzählen von ihrer Arbeit

Aber auch den Lehrlingen macht ihre Ausbildung viel Spaß und sie erzählen gern davon. Eric Vötisch weist auf seltene Bäume hin, Nick Petereit auf die Weißtannen, die sie im Wald und auf die Erlen, die sie am Schwarzbach gepflanzt haben. Für den Bachlauf und seine Umgebung haben die angehenden Forstwirte die Patenschaft übernommen. Der Damm am Schwarzen Teich wurde bereits ausgelichtet, zwei Brücken sollen im Laufe der nächsten Monate neu beplankt werden. Hinzu kommen die immer wiederkehrenden notwendigen Arbeiten im Wald und an den Wegen.

Sie schätzen die Arbeit in der Natur

Für Julian Sczyrba aus Stollberg war es bei der Berufswahl wichtig, dass er dabei in die Natur kommt und sich ausarbeiten kann. "Und hier sind wir bei jedem Wetter draußen, da kennt Herr Schmidt keine Gnade. Wir haben 30 Nistkästen gebaut und viele Dinge mehr." Und Eric ergänzt: "Die Arbeit ist wirklich sehr vielseitig und abwechslungsreich."

Die Henne im Korb

Pauline Rietschel, das einzige Mädchen der Truppe, ist in Berthelsdorf groß geworden. "Wir waren schon als Kinder viel draußen, daher das Interesse an der Natur." In einem FÖJ im Botanischen Garten Chemnitz hat sie sich quasi ausprobiert und festgestellt: Das ist das Richtige für mich. "Auch wenn es für mich vielleicht noch anstrengender ist als für die Männer, es macht großen Spaß."

Wo und als was sie nach der Lehre arbeiten wird, weiß sie noch nicht. "Vielleicht mache ich mein Abi nach und studiere Forstwirtschaft. Vielleicht werde ich Meister oder Maschinenführer. Auch das Holzrücken mit Pferden könnte ich mir gut vorstellen. Wir haben ja viele Möglichkeiten."