Frühjahrsflickung ist in vollem Gange

Strassenbau Vorschriften verhindern bessere Schadensbeseitigung

Mittelsachsen . Die Frühjahrsflickung auf den Straßen in Mittelsachsen ist in vollem Gange. Die sechs Straßenmeistereien haben bisher rund 182 Tonnen Asphaltmischgut verbraucht. Der Winter habe gravierende Schäden auf zahlreichen Bundes-, Staats- und Kreisstraßen hinterlassen.

Ziel der maximalen Verkehrssicherheit bei geringstmöglichen Vollsperrungen

Der Landkreis, als Straßenbaulastträger ist bei den Kreisstraßen für die Verwaltung, die technische Unterhaltung und für Investitionen zuständig. Bei den Bundes- und Staatsstraßen ist der Landkreis mit seinen sechs Straßenmeistereien für die Verkehrssicherung und technische Unterhaltung zuständig. Dazu zählen der Winterdienst, die Grünpflege, die Nachmarkierung von Straßen, das Aufstellen von Verkehrszeichen und die Schadstellenbeseitigung, sprich Flickung.

Für Verwaltung, grundhaften Ausbau und Investitionen ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zuständig. "Es gibt einen sogenannten Abgrenzungskatalog des Freistaates, in dem geregelt ist, welche Arbeiten wir im Rahmen der Unterhaltung auf Bundes- und Staatsstraßen durchführen können", erläutert Landrat Matthias Damm. Man versuche stets die Verkehrssicherheit mit allen Mitteln sicherzustellen, mit dem Ziel dauerhafte Straßensperrungen zu vermeiden.

Hoffnung auf Zusagen vom Freistaat für dauerhafte Investition

So wurden über den Winter und bis zum Beginn der Flickung mit Heißmischgut rund 45 Tonnen Kaltmischgut zur Notsicherung eingebaut. Eine klassische Flickung könne Brennpunkte abmildern, aber einen schlechten Zustand einer Straße nicht wirklich verbessern. Laut Katalog darf der Landkreis maximal "partielles oder großflächiges Wiederherstellen von schadhaften Deckenbelägen von vier Zentimetern Dicke in der Regel in Fahrstreifenbreite bis maximal 200 Meter Länge sowie durch Dünnschichtbeläge oder Oberflächenbehandlungen" realisieren. Darüber hinausgehende Arbeiten sind laut Definition Erneuerungen und obliegen dem Freistaat. "Das ist für den Landkreis natürlich keine befriedigende Situation und wir hoffen, dass es vom Landesamt Zusagen für dauerhafte Investitionen gibt", unterstreicht Damm. Unter www.landkreis-mittelsachsen.de sind geplante Instandsetzungsmaßnahmen eingestellt.