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Frühzeitige Berufsorientierung fördern

Industrie Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Mit umfangreichen Ausbildungsinitiativen möchte die Industrie- und Handelskammer Chemnitz in der Region Mittelsachsen noch stärker als bisher dem Umstand entgegenwirken, dass immer noch zu viele anspruchsvolle Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. "Das wird unser Schwerpunktthema in diesem Jahr", so Annette Schwandtke, Geschäftsführerin der mittelsächsischen Regionalstelle der IHK. Man sei seit ungefähr zwei Jahren in der glücklichen Lage, dass jeder, der wolle, auch einen Ausbildungsplatz bekommen könne. "Das ist nicht immer der Beruf, den man sich erträume", so Schwandtke. "Aber das Angebot ist sehr breit gefächert." Problematisch sei jedoch immer noch der von den Unternehmen beklagte niedrige Bildungsstand vieler Jugendlicher. "Hinzu kommt eine schlimme Zahl", merkt Annette Schwandtke an. "Zwölf Prozent aller Ausbildungsverhältnisse, die 2013 im Kammerbezirk Chemnitz geschlossen wurden sind bereits wieder aufgelöst." Dies sei klar ausgesprochen ein deutliches Zeichen für eine viel zu mangelhafte Berufsorientierung. Diese Zahl müsse dringend verringert werden. "Eine abgebrochene Ausbildung kostet alle Seiten, Azubi und Unternehmen, Zeit und Geld", fügte Thomas Kolbe, Präsident der Unternehmerversammlung, an. Dass dieses Problem erkannt sei beweisen andere Zahlen. Zur "Woche der offenen Unternehmen Mittelsachsen", die vom 24. bis 28. März stattfindet, haben sich deutlich mehr Firmen und Schüler angemeldet als noch im Vorjahr. Aren es 2013 lediglich 40 Unternehmen, die teilnahmen, so sind es diesmal 140. Die Zahl der interessierten Schüler stieg von 190 auf 1.050 an. Auch die Ausbildungsmesse "Schule macht Betrieb" am 11. Juli im Freiberger Berufsschulzentrum "Julius Weisbach" verzeichnet mit 100 angemeldeten Unternehmen einen Anstieg.