Frankenberg feiert Stadtfest: Dieser Filmklassiker wird plötzlich real

Ein Filmklassiker rollt auf den Markt, dazu gibt es Abkühlung, Blaulicht zum Anfassen und klare Sperrungen im Zentrum. In Frankenberg soll es vom 12. bis 14. Juni wieder richtig rund gehen.

Frankenberg

Die Filme „Zurück in die Zukunft“ zählen sicherlich zu den Klassikern. Mithilfe einer Zeitmaschine gelingt es den beiden Hauptakteuren in den Streifen immer wieder, in die Vergangenheit zu reisen.

Stadtfest holt Filmhandlung nach Frankenberg

Dies ist ja alles nur erfunden – oder doch nicht? Jetzt lebt diese Handlung zum Stadtfest wieder auf. Dazu ist es dem Organisationsteam um Jens Richter von der Frankenberger Kultur gGmbH gelungen, den originalgetreuen DeLorean aus den berühmten Filmen am Samstag und Sonntag in echt auf den Markt zu holen.

Mit allen Zeitmaschine-Funktionen und jeder Menge Dekoration aus den Filmen ausgestattet, steht er den Besuchern als Fotostation zur Verfügung. Fachgespräche vor Ort inklusive. „Nur Benutzen geht nicht, denn während der Veranstaltungszeiten herrscht absolutes Fahr- und Flugverbot im Areal“, schmunzelt Richter.

Rückkehr mit Tradition

Doch „zurück“ können die Frankenberger und ihre Gäste dennoch finden. Denn das Stadtfest hat in Frankenberg Tradition. Wer in den vergangenen Jahren vor Ort war, sollte nun eine Rückkehr fest einplanen.

Richter und seine zahlreichen Helfer haben wieder viel auf die Beine gestellt, damit es vom 12. bis 14. Juni auf dem Markt richtig rund gehen kann. Neben vielen bekannten Elementen gibt es auch eine Neuerung.

Neue Idee gegen große Hitze

In der Vergangenheit stieg das Thermometer zu Stadtfesten oft in die Höhe. Diese Wärmerekorde haben die Gastgeber dazu bewogen, sich etwas einfallen zu lassen.

„Es wurde immer wieder der Wunsch geäußert, vor allem für die kleinen Gäste Wassermatsch- und Abkühlungsmöglichkeiten zu schaffen. Nun ist es endlich so weit. Auf dem Kirchplatz wird unser neuestes Projekt zu finden sein“, blickt Richter voraus. Es trägt den interessanten Namen „Erfrischungsstation Regenwald“.

Sinne schärfen zwischen Kirchplatz und Markt

Auf dem Stadtfest können die Besucher nicht nur die Seele baumeln lassen und ihre Gaumen verwöhnen. Es gibt auch einen Bereich, in dem die Sinne für die besonderen Herausforderungen des Lebens geschärft werden sollen.

„Andere Feste haben eine Blaulichtmeile – wir Frankenberger haben in der Innenstadt keine Meilen, wir haben die ,Mission Sicherheit‘. Samstag und Sonntag können unsere Besucher diese Themenwelt beim Spazieren zwischen Kirchplatz und Markt erschließen“, sagt Organisationschef Jens Richter.

Technik und Publikumslieblinge am Körnerplatz

Am Körnerplatz zeigen Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr oder DRK ihre Technik. „Publikumslieblinge werden aber bestimmt wieder die Helden der Rettungshundestaffel sein. Auch die Verkehrswacht wartet am entgegengesetzten Ende der Kirche auf die Gäste des Festes. Auf mehr als 60 Quadratmetern befinden sich Simulatoren und andere spannende Erlebnisstationen“, so der Cheforganisator weiter.

Feuerwehr blickt auf ruhigeres Jahr

Die Freiwillige Feuerwehr Frankenberg wird zum Stadtfest unter anderem ihre Technik präsentieren. Aus Sicht von Stadtwehrleiter Michael Knoth verlief die Einsatzhistorie in diesem Jahr bisher nicht außergewöhnlich dramatisch.

„Zum Glück ist das Brandgeschehen in der Vergangenheit immer mehr zurückgegangen. Wir sind vor allem bei technischen Hilfeleistungen, wie bei Verkehrsunfällen, Notöffnungen von Wohnungseingangstüren oder der Beseitigung von Ölspuren gefordert“, sagt Knoth, der seit 2018 im Amt ist.

Die aktive Truppe der Frankenberger Wehr umfasst derzeit knapp 40 Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr der mittelsächsischen Kleinstadt mischen 19 Nachwuchskräfte mit.

Schon am Kindertag im Einsatz

Bereits am vergangenen Wochenende waren die ehrenamtlichen Rettungskräfte in der Stadt unterwegs. Sie sorgten unter anderem dafür, dass zur Kindertagsparty auf dem Gelände der Zeitwerkstadt, dem Erlebnismuseum der Stadt Frankenberg, bei den Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto die Herzen der jüngsten Besucher höher schlugen.

Diese Sperrungen gelten zum Stadtfest

Die Vorfreude auf das Stadtfest ist bei den Organisatoren groß. Zur dreitägigen Sause sollen sich die Besucher wohlfühlen. Damit alles wie geplant ablaufen kann, müssen bestimmte Abschnitte im Frankenberger Zentrum gesperrt werden.

Um auf dem Markt unter anderem die Haupttribüne aufbauen zu können, besteht in diesem Bereich ab 11. Juni, 7 Uhr, Halteverbot. Zudem tritt eine Vollsperrung in Kraft. Diese Regelung gilt zudem für die Schlossstraße, auf der insbesondere die Schausteller ihre Fahrgeschäfte aufbauen werden, sowie den Kirchplatz.

Wann die Humboldtstraße dicht ist

Die Humboldtstraße ist für das Framo-Barkas-Treffen am 13. Juni in der Zeit von 12 bis 18 Uhr dicht. Anlieger sollten zudem folgende Regelung dringend beachten: Während der Veranstaltungszeiten, Freitag von 17 bis 0.30 Uhr, Samstag von 14 bis 0.30 Uhr und Sonntag von 14 bis 22 Uhr, besteht für das Partyareal ein absolutes Durchfahrtsverbot.

Von dieser Regelung sind lediglich Rettungsfahrzeuge ausgenommen. „Wir bitten, diese getroffenen Festlegungen in den privaten Planungen für das Festwochenende dringend zu berücksichtigen. Wir appellieren zudem an das Verständnis aller Verkehrsteilnehmer“, sagt Jens Richter vom Veranstalter.

Framo und Barkas gehören zur Stadtgeschichte

Die Wiege der kleinen Nutzfahrzeuge vom Typ Framo und Barkas stand in Frankenberg. 1927 begann mit dem TV 300 die Historie des Kleintransporterbaus in der Stadt.

Folgerichtig treffen sich in der Kommune regelmäßig Besitzer und Fans dieser Mobile. So ist auch ein Framo-Barkas-Treffen fester Bestandteil des Stadtfest-Konzepts.

Familiäres Treffen statt Rekordjagd

„Jedes Jahr erreichten wir Teilnehmerrekorde. Aber eine solche Rekordjagd ist uns nicht wichtig. Wir sind ein familiäres Treffen für Fachleute und Liebhaber dieser legendären Fahrzeuge“, erklärt Jens Richter.

Die Experten wollen gar nicht unter sich bleiben. Sogenannte „Fremdfahrzeuge“ sind immer willkommen.

Zeitwerkstadt besitzt Framo-Bus von 1957

Im Besitz der Zeitwerkstadt Frankenberg befindet sich auch ein Framo-Bus aus dem Jahr 1957. Er bietet Platz für 8 Personen. Dabei sollte es sich aber nicht unbedingt um eine Holzfäller-Brigade handeln. Denn das Platzangebot ist überschaubar.

Zur Kindertagsfeier am 31. Mai chauffierte Bauhof-Mitarbeiter Tino Werner das Auto, um es für den Stadtfest-Einsatz „einzufahren“.

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