Frauenschutzhaus in Mittelsachsen erhält Hilfe

Unterstützung Saxonia übergibt Summe für gute Projekte

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Kerstin Schoß freut sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Krüger und Saxonia-Geschäftsführer Erich Fritz (l.) über die Spende an das Frauenschutzhaus. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Das einzige Frauenschutzhaus des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Im vergangenen Jahr suchten hier 55 Menschen, darunter immerhin mehr als 30 Kinder, zeitweilige Zuflucht, meist vor gewalttätigen Ehemännern und Vätern. Sie kommen zu 40 Prozent aus Freiberg, zu 60 Prozent aus dem restlichen Landkreis, aber auch aus anderen Teilen Sachsens, manchmal sogar aus anderen Bundesländern. Das hat dann oft den Grund, dass die Frauen hier familiäre Beziehungen haben, oder aber besonders weit weg von dem Grund ihrer Flucht sein wollen.

Unterstützung mit 1.000 Euro

Kerstin Schoß, Leiterin des Frauenschutzhauses, und ihre Mitarbeiterinnen sind bei ihrer wichtigen Tätigkeit froh über jede Unterstützung. Insofern kam der Besuch von Erich Fritz, Geschäftsführer der Saxonia Standortentwicklungs- und verwaltungsgesellschaft, und Oberbürgermeister Sven Krüger Mitte Januar nicht ungelegen, denn beide erschienen nicht mit leeren Händen. "Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter des Saxonia haben beschlossen, die Arbeit des Frauenschutzhauses materiell zu unterstützen", so Fritz. Eine Summe von 1.000 Euro konnte er der strahlenden Kerstin Schoß überreichen.

Mit dem Feld sind Sanierungen im Haus geplant

"Es ist wunderbar, dass wir dafür ausgewählt wurden", sagte sie. "Wir würden dieses Geld gerne als Grundstock für den Eigenanteil anstehender Sanierungen benutzen." Es müssen neue Badmöbel angeschafft werden, aber auch moderne Rauchmelder sind dringend notwendig. Das Frauenschutzhaus wird getragen vom Freistaat, dem Landkreis und der Stadt Freiberg, welche die Miete erlässt und einen Anteil an den Personalkosten übernimmt. Oberbürgermeister Sven Krüger verwies darauf, dass damit Freiberg eine entlastende Maßnahme für alle anderen Kommunen in Mittelsachsen übernimmt. Schutzsuchende Frauen müssen lediglich ein Nutzungsentgelt entrichten.