Freiberg feiert Alexander von Humboldt

Jubiläum Bekannter Absolvent der Bergakademie stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs

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Sonka Vogt als junger und Michael Berger als alter Alexander von Humboldt stimmten beim Neujahrsempfang auf das Jubiläumsjahr ein. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Ein Jahr ohne Jubiläen, das gibt es in Freiberg nicht. Und das Beste daran ist, dass man gar nicht einmal tief graben muss, um immer wieder auf runde Zahlen zu stoßen, welche es zu feiern gilt. Im vergangenen Jahr konnte man beispielsweise endlich einmal auf die unsicheren Aussagen der Überlieferungen verzichten und mit einer handfesten Urkunde ein klares Datum für die Ersterwähnung der Silberstadt präsentieren, weshalb 800 Jahre begangen wurden.

Humboldt lernte in Freiberg

2019 nun ist es nicht viel anders, denn das Geburtsdatum eines der berühmtesten und wichtigsten Absolventen der Bergakademie steht fest. Der preußische Universalgelehrte Alexander von Humboldt, dessen Reisen und Entdeckungen ihm bleibenden Ruhm verschafften, wurde am 14. September 1769, vor 250 Jahren geboren. Von 1791 bis 1792 lernte er an der Bergakademie, wobei er vor allem im erst kürzlich unter dem Untermarkt aufgetauchten Familienschacht tätig war. Keine Frage, dass die heutige Technische Universität Bergakademie Freiberg gemeinsam mit der Stadt diesen bedeutenden Absolventen zu feiern gedenkt.

Einige Aktionen sind geplant

Bereits der Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters stand ganz im Zeichen Humboldts. Schauspieler des Mittelsächsischen Theaters stellten sowohl den jungen als auch den alten Humboldt dar, und die Mineralinos der terra mineralia begeben sich im Sinne des Entdeckers auf die Suche nach Gesteinen. Kolloquien, die hochrangig besetzt sind, werden den Rahmen des Humboldtjahres in Freiberg bilden. Hinzu kommt ein Festakt am 14. Juni, dem Tag der Immatrikulation. Höhepunkt ohne Frage dürfte die zusätzliche Bergparade am 14. September sein. Humboldts Wirken wird aber darüber hinaus wohl noch Einfluss haben, denn derzeit diskutiert man intensiv eine mögliche touristische Nutzung des oben erwähnten Familienschachtes.