Freiberg: Molkerei-Angestellte streiken

Streik Arbeitgeber sei nicht zu Tarifverhandlungen bereit

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Foto: Andyworks/Getty Images

Freiberg. Am Mittwoch gegen 11 Uhr legen die Beschäftigten der Molkerei Hainichen-Freiberg ihre Arbeit für zwei Stunden nieder. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, mit. Sie riefen die Arbeiter zum Warnstreik auf, da der Arbeitgeber nicht bereit sei, weiter über einen Tarifvertrag zu verhandeln.

Dies ist bereits die zweite Arbeitsniederlegung in diesem Jahr; danach reagierte die Geschäftsführung auf eine Aufforderung zu Tarifverhandlungen nur mit einer Bestätigung zum Erhalt des Schreibens.

Beschäftigte streben Angleichungen an

"Offensichtlich setzt der Arbeitgeber auf Konfrontation. Er verweigert den Beschäftigten einen Tarifvertrag, obwohl dieser bei etlichen anderen Molkereien völlig normal ist", sagt Petra Schwalbe, Verhandlungsführerin und Vorsitzende der NGG Ost. Die Beschäftigten wollen eine Angleichung der Arbeitszeiten sowie Entgelte an das Tarifniveau der Milchwirtschaft Ost, erklärt sie weiter.

Schon im Oktober letzten Jahres hatte die NGG das Unternehmen, dessen Eigentümer Molkereiunternehmen Ehrmann und Käserei Champignon sind, zu Tarifverhandlungen aufgefordert - vergeblich. Mit etwa 300 Beschäftigten zählt der Betrieb zum größten der Region.

"Wir sind - wenn nötig - auch noch steigerungsfähig", kündigt Schwalbe an. Die Geschäftsführung solle entscheiden, ob sie lieber den Kurs der Konfrontation fortführen oder verhandeln wolle.