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Freiberg: Proteste von Hoteliers, Gastronomen und Veranstaltern

Aktion Ein schwarzer Sarg als Mahnung

Freiberg. 

Freiberg. Das Corona-Virus hat trotz einiger Lockerungen das gesamte Land nach wie vor fest im Griff. Zahlreiche Menschen leiden unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Und eine besonders wichtige Gruppe stellen dabei die Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter dar. Restaurants sind ebenso geschlossen wie Hotels oder Pensionen, und von Konzerten, Theater oder anderen Programmen kann im Moment auch keine Rede sein. Die meisten Unternehmer geraten deshalb zunehmend in finanzielle Nöte, können nicht garantieren, dass ihre Häuser auch wieder öffnen, sollte es ihnen endlich einmal gestattet werden. Die Dresdner Gastronomen und Hoteliers hatten es mit einer Aktion auf dem Neumarkt vor einigen Tagen vorgemacht: Sie stellten unzählige leere Stühle auf, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Daraus wurde nun eine bundesweite Aktion, an der sich am Freitag, dem 24. April, auch Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter aus Freiberg und dem Umland beteiligten. 14 von ihnen kamen mit leeren Stühlen auf den Obermarkt und stellten sich stumm in das geschaffene Halbrund.

Gastronomiesterben droht (nicht nur) der Silberstadt

Auch Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger mischte sich unter sie, um damit seine Solidarität zu bekunden. "Ich finde die Aktion sehr gut", sagte er. "Diese Branche trifft es besonders hart, weil sie keine Einnahmen hat und die Ausfälle nicht wieder kompensieren kann." Man brauche dringend eine Lösung. So sehen das auch die Organisatoren. "Jeder Stuhl steht hier für einen Betrieb, der womöglich verschwinden wird", sagt etwa Jens Hennig vom Ratskeller. Es drohe ein Gastronomiesterben. Die auf ein Jahr begrenzte Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent auf Speisen reiche nicht weit genug, denn sie müsse dauerhaft sein, um die Chance auf eine Refinanzierung möglicher Kredite zu haben. 

Auch in Chemnitz haben die Gastronomen und Hoteliers bei der Aktion mitgemacht.