Freiberg verheiratet Bobritzsch

Kommunalpolitik Einzugsgebiet für Standesamt ab 1. Januar erweitert

Es fiel zunächst gar nicht besonders auf, aber im Nachhinein muss konstatiert werden, dass beim Pressegespräch im Freiberger Rathaus vergangenen Donnerstag wohl zum allerersten Mal in diesem Jahr folgende Begriffe nicht fielen: Tag der Sachsen, Festjahr, 850 und so weiter. Der Alltag ist wieder eingekehrt, die Anspannung gewichen, die Feierlichkeiten vorüber. Die Bürgermeister Holger Reuter und Sven Krüger sprachen wieder von den ganz normalen Dingen. So wurde angekündigt, dass am 15. November Volker Haupt, Bürgermeister der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf, und Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm die Zweckvereinbarung über die Erweiterung des Standesamtsbezirks Freiberg unterzeichnen werden. "Zum 1. Januar 2013 wird damit der Standesamtsbezirk Bobritzsch aufgelöst und die Aufgaben an die Stadt Freiberg übertragen", erläuterte Sven Krüger. Bobritzsch mit seinen rund 4.570 Einwohnern erreicht nicht die gesetzlich geforderte Mindestzahl von 5.000 und so wird ab Januar der Standesamtsbezirk Freiberg etwa 56.000 Personen umfassen. "Von der Wirtschaftlichkeit eine vernünftige Größe", so Krüger. Eine erste Bilanz gezogen wurde für das neue Bürgerhaus am Obermarkt 21. "Seit der Eröffnung im Mai wurden etwa 16.000 Besucher gezählt", zählte Sven Krüger auf. Sehr gut angenommen werden demnach die Öffnungszeiten am Samstag. Leider sei noch immer nicht allen Bürgern bekannt, dass sich nun dort Pass-, Ausweis- und Meldebehörde sowie Fundbüro, Infothek und Wohngeldbehörde befänden, und nicht im Rathaus, weshalb viele Menschen erst die alte, mittlerweile falsche Adresse aufsuchten. Holger Reuter informierte darüber, dass der Stadtratsabgeordnete der Linken, Rechtsanwalt Thomas Mittelstädt, sein Abgeordnetenmandat niederlegt, da er beruflich von Freiberg nach Bonn umsiedelt und es nicht mehr wahrnehmen kann. Als Nachrücker sei Jörg Borrmann vorgesehen.