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Vogtland

Freiberg: Vier Tatverdächtige zu mehreren Sprengstoffexplosionen ermittelt

Blaulicht Intensive Ermittlungen und Zeugenaussagen führten zu Verdächtigen

Freiberg. 

Freiberg. Kriminalisten des Polizeireviers Freiberg konnten durch intensive Ermittlungen und akribischer Spurensicherung und -auswertung zu mehreren Sprengstoffexplosionen im Jahr 2019 insgesamt vier Tatverdächtige ermitteln.

 

Ermittlungskomplex Parkhaus

Im Frühjahr 2019 waren im Abstand von acht Tagen zwei Kassenautomaten in einem Parkhaus in der Freiberger Fischerstraße durch Sprengstoffexplosionen erheblich beschädigt worden. In beiden Fällen waren die Täter jedoch nicht an die Geldkassetten der Geräte gekommen. Dennoch war ein erheblicher Sachschaden von insgesamt rund 40.000 Euro entstanden. Im Ergebnis der Ermittlungen, insbesondere der Auswertung der am Tatort gesicherten DNA-Spuren, konnte ein 42-Jähriger als Spurenverursacher für die beiden Taten identifiziert werden.

 

Ermittlungskomplex Wartehäuschen/Mobiltoiletten

Im Herbst 2019 war es in Bieberstein, Krummenhennersdorf und Freiberg zu mehreren Sprengstoffexplosionen gekommen. So hatten Detonationen am 31.Oktober 2019 sowie am 02. November 2019 in Bieberstein das hölzerne Wartehäuschen an der Bushaltestelle am Alten Zollhaus erheblich beschädigt. Am 02. November 2019 war auch im Buswartehäuschen an der Halsbrücker Straße in Krummenhennersdorf ein Sprengkörper gezündet worden. Trotz einer heftigen Detonation war kein Schaden entstanden. In der Nacht vom 01. zum 02. und 03. November 2019 hatten Sprengstoffexplosionen in Freiberg am Forstweg sowie am Roten Weg jeweils eine Mobiltoilette erheblich beschädigt.

Sowohl im Fall der beschädigten Wartehäuschen als auch im Fall der Klos waren die Trümmerteile teils bis zu 30 Meter weit geflogen. Personen wurden bei den Taten glücklicher Weise nicht verletzt. Der Sachschaden summiert sich auf rund 6000 Euro.

 

Aufgrund der ähnlichen Schadensbilder ergab sich der Verdacht, dass die Taten in Zusammenhang stehen. Bei den verwendeten Sprengmitteln schien es sich um in Deutschland zugelassene Pyrotechnik zu handeln.

 

Ermittlungen und Zeugenaussagen führten zu Tatverdächtigen

Neben umfangreichen Spurensicherungen an den Tatorten, gingen die Ermittler auch Zeugenhinweisen nach. In Krummenhennersdorf hatte ein Zeuge nach der Detonation drei PKW vom Ort des Geschehens flüchten sehen. Von einem der Fahrzeuge übermittelte er das Kennzeichen an die Beamten. Dieser Hinweis führte die Kriminalisten zunächst zu einem heute 21-Jährigen. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den jungen Mann sowie zwei weitere Beteiligte (w/20, m/20). Im Rahmen anschließend durchgeführter Wohnungsdurchsuchungen konnten bei dem 21-Jährigen Datenträger sichergestellt werden. Weiterhin wurden bei der jungen Frau gut ein Dutzend pyrotechnische Gegenstände gefunden und ebenfalls sichergestellt.

 

Die Ermittlungsakten zu den beiden Tatkomplexen wurden nun nach Abschluss der Ermittlungen zur weiteren Entscheidung an die Staatsanwaltschaft Chemnitz abgegeben.