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FreibergCard wird entwickelt

Projekt Eine Idee, von der alle profitieren

Freibergs Altstadt hält neben vielen Sehenswürdigkeiten auch eine optimale Gewerbestruktur bereit. Ob Erbische, Burg- oder Petersstraße, ob Domviertel oder Quartier Kornfisch, Gelegenheiten für Einwohner und Gäste, gut einkaufen zu gehen gibt es genug. Dennoch nutzen dies vergleichsweise wenige Menschen. Eine neue und vor allem sehr interessante Idee, um das zu ändern und den Händlern eine neue Art von Kundenbindung zu ermöglichen, ist die FreibergCard. Entwickelt wird sie von den studentischen Initiativen Enactus, Cradle to Cradle und Rotaract in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gewerbeverein, der Stadt Freiberg, dem Einzelhandel und der Sparkasse sowie der VR-Bank. Carolin Höflich, seit zwei Jahren Studentin an der TU Bergakademie, brachte die Karten-Idee aus ihrer Heimatstadt Weinstadt mit. "Dort wird das System seit 2003 praktiziert", erzählt sie. "In den ersten vier Jahren konnten die Händler Umsatzsteigerungen bis zu 40 Prozent erzielen." In Freiberg sei das Potenzial noch höher einzuschätzen. Mit Veranstaltungen und direktem Gespräch versuchen sie und ihre Mitstreiter, die Händler von der Idee zu überzeugen. Nicht wenige haben bereits zugesagt. Das Prinzip ist recht einfach. Die teilnehmenden Händler, Handwerker oder sonstige Anbieter von Waren und Dienstleistungen zahlen monatlich 50 Euro in einen Pool, aus dem heraus Kunden mit FreibergCard Rabatte, Zusatzleistungen oder Präsente ermöglicht werden. "Außerdem soll dabei das Gemeinschaftsgefühl der Händler gestärkt werden", fügt Charlott Dornhof an, die ebenfalls daran mitarbeitet. "Aber alles steht und fällt mit der Zahl der Teilnehmer." Für die ersten 30 Gewerbetreibenden, die sich anschließen, soll als Anreiz ein Jahr lang der Beitrag nur 45 Euro betragen. Wenn alles klappt, dann kann ab November, also pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, die neue FreibergCard gegen eine geringe Schutzgebühr erworben werden. Dann wäre eine Idee, von der wirklich alle profitieren, Wirklichkeit geworden.



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