Freiberger Altstadt bald Welterbe?

Online Aktuell Für Hauseigentümer entstehen keine Nachteile

freiberger-altstadt-bald-welterbe
Freibergs Altstadt soll Teil des Weltkulturerbes "Montanregion Erzgebirge" werden. Foto: Wieland Josch/Archiv

Freiberg. Der Welterbe-Antrag "Montanregion Erzgebirge" wird derzeit, nachdem er im vergangenen Jahr zurückgezogen wurde, grundlegend überarbeitet, damit die Chancen für seinen Erfolg im Jahr 2019 deutlich größer sind. Auch Freiberg wird in nicht geringem Umfang Teil dieses Antrages und, im Falle der Titel-Verleihung, des Welterbes sein.

"Eine Montanregion Erzgebirge ohne Freiberg ist wie ein Auto ohne Lenkrad", sagt dazu Oberbürgermeister Sven Krüger. "Das wäre absolut sinnlos." Entgegen früheren Vorstellungen soll jetzt nicht der Grundriss der Silberstadt in den Antrag aufgenommen werden, sondern die Altstadt an sich. Wichtig sei ihm, klarzustellen, dass daraus für Hauseigentümer keinerlei Zusatzbelastungen abzuleiten sind, so das Stadtoberhaupt.

"Der Welterbetitel geht nicht über die Anforderungen des Denkmalschutzes hinaus", sagte Krüger deutlich. Er bedauere lediglich persönlich, dass Herders Ruh am Fuß der Reichen Zeche und das Gelände die alte Porzellanfabrik, in dem heute das Landratsamt zu finden ist, nicht mehr Teil des Antrages seien. Doch wiegen die anderen Fortschritte schwerer. "Es ist schon ein deutlicher Unterschied, ob nur der Grundriss oder die ganze Altstadt Bestandteil des Welterbes sind", so Krüger. Man käme mit dem Titel in eine andere, sehr viel höhere Kategorie als bislang.