Freiberger Einzelhandel mit gutem Image

Umfrage In der Altstadt wird gerne eingekauft

Freiberg. 

Freiberg. Zunächst einmal sind das sehr gute Nachrichten, denn nach dem Ergebnis einer Umfrage, durchgeführt im vergangenen Herbst unter 454 Passanten in Freiberg, erhielt die Silberstadt mit 2,3 eine absolut positive Bewertung. Damit könne man sich im Vergleich sehen lassen, resümierte Cindy Krause von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen, vor den Mitgliedern der IHK Regionalversammlung, die sich am Montag im Freiberger Ratskeller traf. Besonders die Gastronomie wurde dabei lobend hervorgehoben. "Die ist das Zugpferd", so Krause. "Deshalb muss sie erhalten bleiben und ausgebaut werden." Auch der Gründerwettbewerb, der mittlerweile dreimal stattgefunden habe, sei ein sehr gutes Mittel zur Belebung der Innenstadt. Die historische Kulisse und zahlreiche weitere Angebote runden das gute Bild ab.

Der Konkurrent Internet macht zu schaffen

Defizite gibt es dennoch. Oberbürgermeister Sven Krüger, Gast der Veranstaltung, benannte sie durchaus selbst. "Wir verzeichnen derzeit nur rund 80.000 touristische Übernachtungen im Jahr", sagte er. "Da ist noch sehr viel Luft nach oben." Die Stadt ist momentan an vielen Stellen im Einsatz, um sich zum einen bekannter zu machen und zum anderen noch bessere Möglichkeiten für Gäste zu schaffen. Dem Handel macht aber nach wie vor der Konkurrent Internet zu schaffen. Goldschmiedemeisterin Andrea Gerlach, die derzeit mit ihrem Geschäft auf der Burgstraße umzieht, nannte nur ein Beispiel. "Als wir 2002 von der Bahnhofstraße in die Altstadt zogen waren der ganz große Renner die Freundschaftsringe, von denen wir nicht genug verkaufen konnten", erzählt sie. "Heute ist das völlig weg, denn diese Zielgruppe kauft online." Mit guten Ideen, so waren sich alle einig, gepaart mit der wundervollen Altstadt könne diesem Trend aber begegnet werden.