Freiberger Firma mauert sich nun ein

Kriminalität Pyral AG gibt viel Geld aus, um sich künftig vor Brandanschlägen zu schützen

Freiberg . Die Wertstoffverwertungsfirma Pyral AG, in der Vergangenheit mehrfach Opfer diverser Brandanschläge, investiert am Standort Freiberg massiv in die Sicherheit. Allein in der Bergstadt zündelten Kriminelle in den letzten 24 Monaten gleich zweimal, im Jahr 2013 und im Juli dieses Jahres. Derzeit errichtet das Unternehmen in Freiberg eine hohe massive Mauer rund um seinen Lagerplatz. Überwachungskameras wurden bereits installiert. Sie sind an den ebenfalls neuen Lichtmasten entlang der neuen Mauer angebracht. "Es ist eigentlich traurig und schlimm zugleich, dass man sich heutzutage so einmauern muss, um nicht mehr Opfer von Brandanschlägen zu werden", kommentiert Patrick Reissner von der Unternehmensleitung die 50.000 Euro teure Maßnahme. In Mittweida ist die Pyral AG ebenfalls dabei, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Dort waren ebenfalls wiederholt Unbefugte auf das Betriebsgelände vorgedrungen. Hier erhöhte Pyral den Zaun und verstärkte den Wachschutz. Die Auslobung von 3.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifen des/der Täter/s führt, hält das Unternehmen unterdessen weiterhin aufrecht.

In Freiberg können ab sofort alle Bewegungen rund um das Betriebsgelände von der Schaltzentrale der Pyral AG auf großen Bildschirmen überwacht werden. Der Lagerplatz, oberhalb eines Abhanges gelegen, wird in diesen Tagen mit einer 3,5 Meter hohen Mauer aus Betonfertigteilen umgeben. Derzeit werden die letzten Segmente in Position gebracht. Die Ummauerung des Lagerplatzes erfolgt, da hier an der Grundstücksgrenze die Brandstifter aktiv waren. Nach vorläufigen Ermittlungen der Polizei wurden hier die Brandbeschleuniger über den damaligen Zaun auf die Wertstoffballen geschleudert. Mit der hohen Mauer ist dies nun nicht mehr so ohne weiteres möglich. su/pm