Freiberger Mulde wird beräumt

Umwelt Etwa 35.000 Tonnen Sedimente sind in Roßwein zu entfernen

Mit einem Kostenaufwand von 1,3 Millionen Euro wird das Flussbett der Freiberger Mulde in Roßwein auf einer Länge von rund 1.500 Metern von Ablagerungen befreit. Die Talsperrenverwaltung Sachsen hat in diesen Tagen mit diesen aufwendigen Beräumungsarbeiten begonnen. Bereits vorher waren deshalb im und am Gewässerbett Baustraßen angelegt worden. Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger garantieren zu können und um die Arbeiter keinen möglichen Gefahren auszusetzen, erfolgte außerdem eine Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese Kampfmittelsondierungen erfolgen prinzipiell in Gebieten, die damals Bombardierungen ausgesetzt waren. Und das war in Roßwein der Fall. Nach dem Bergen der Sedimente werden diese fachgerecht deponiert. Dann sind Profilierungsarbeiten an der Flusssohle vorgesehen, und die Uferböschungen erhalten eine bauliche Sicherung. Diese und weitere mit dieser Beräumung im Zusammenhang stehende Maßnahmen sollen im zweiten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Solche Beräumungen sind laut Landestalsperrenverwaltung immer dort notwendig, wo Sedimente den Flussquerschnitt einengen beziehungsweise verringern und damit die Hochwassergefahr steigen lassen. Dies gilt insbesondere bei größeren Ablagerungen, wie sie beispielsweise durch das extreme Hochwasser Ende Mai/Anfang Juni 2013 entstanden sind.