Freiberger Museum zeigt archäologische Schätze

Eröffnung Sonderausstellung "Silberrausch und Berggeschrey"

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Museumsleiterin Andrea Riedel, Landesarchäologin Christiane Hemker und Oberbürgermeister Sven Krüger in der Sonderausstellung "Silberrausch und Berggeschrey". Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Flut im Jahr 2002 brachte viel Leid und Zerstörung mit sich. Allerdings hat sie etwas geschafft, was sonst wohl nie geschehen wäre, schlicht, weil niemand eine Ahnung hatte, dass all das überhaupt existiert. Bei Dippoldiswalde legte sie einen montanarchäologischen Schatz frei, nämlich mittelalterliche Bergwerke, die mit den Jahrhunderten längst vergessen und nun wieder ans Licht gespült wurden.

Aus diesem Ereignis und mit einigen Originalgegenständen wurde eine Wanderausstellung konzipiert, die den Grundstock für die neue Sonderausstellung des Freiberger Stadt- und Bergbaumuseums bildet und welche am heutigen Samstag offiziell eröffnet wird. Unter der Überschrift "Silberrausch und Berggeschrey" ist sie bis zum 11. Juni zu besichtigen und bildet somit einen wichtigen Baustein zu den Feierlichkeiten Freibergs anlässlich des Doppeljubiläums 850 Jahre Silberfund und 800 Jahre urkundliche Ersterwähnung.

Vorträge und museumspädagogisches Programm

"Wir sind sehr froh, diese Ausstellung hier zu haben", sagte Oberbürgermeister Sven Krüger zur Eröffnung. "Wir haben zwar einst den Bierstreit mit Dippoldiswalde gewonnen, doch zeigen wir nun gemeinsam, dass Sachsens Reichtum auf dem Bergbau gegründet ist." Die Wanderausstellung, welche bei ihren Stationen in Jachimov, Dippoldiswalde, Radusch, Kamenz und Altzella insgesamt 60.000 Besucher anzog, wurde für Freiberg extra um einige wesentliche Exponate zur Freiberger Bergbaugeschichte erweitert.

Hinzu kommen laut Museumsleiterin Andrea Riedel sechs spezifische Vorträge sowie ein museumspädagogisches Programm. Und am Ostersonntag ab 13 Uhr können junge Besucher auf ihrem Rundgang einen Code dechiffrieren, der sie zu kleinen Geschenken des Osterhasen führen wird. Die Ausstellung wird in dieser Form zum letzten Mal überhaupt gezeigt.