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Freiberger Sanierungspreis geht an die Pfarrgasse 37

Preis 20. Freiberger Sanierungspreis verliehen

Freiberg. 

Freiberg. Der 20. Freiberger Sanierungspreis geht in diesem Jahr an Franziska und Christian Borrmann. Die Bauherren haben das Bürgerhaus Pfarrgasse 37, den ältesten Profanbau Freibergs, wieder erstrahlen lassen. Der Sanierungspreis ist mit 1.500 Euro doziert.

Jury bewertet das Objekt einstimmig

Die Jury überzeugte am sanierten Bürgerhaus vor allem die Liebe zum Detail. In der Abstimmung der Jury wurde das Bürgerhaus mit einstimmigen Ergebnis als Preisträger festgestellt. Eine besondere Würdigung bekam das Objekt wegen der Tatsache, dass es sich um ein einmaliges Gebäude mit einem besonderem kulturellen Erbe, um ein baulich nicht einfaches Objekt handelt. Die Bauherren nahmen die Auszeichnung am gestrigen "Tag des offenen Denkmals" am 12. September entgegen. Neben der Pfarrgasse 37 waren noch die Wohnhäuser Gerbergasse 15 und Meißner Gasse 32 nominiert.

Bürgerhaus war wohl immer ein Wohnhaus

Das turmartige Bürgerhaus Pfarrgasse 37 zählt zu den ältesten Profanbauten in der Freiberger Altstadt. Es wurde in der Mitte des. 13. Jahrhunderts errichtet. Ursprünglich war das Haus zweigeschossig, das dritte und vierte Geschoss kamen im 19. Jahrhundert dazu. Das Haus hat einen tonnengewölbten Keller aus Gneisbruchstein und die Mauerstärke im Erdgeschoss beträgt etwa 1,2 Meter. Es wird vermutet, dass das Haus seit seiner Entstehung immer als Wohnhaus genutzt wurde.

Bürger können Vorschläge für Sanierungspreis machen

Mit dem Sanierungspreis werden engagierte Bauherren ausgezeichnet, die dazu beitragen, dass die historische Altstadt von Freiberg weiter erstrahlt. Entsprechend der Sanierungspreissatzung können Bürger Vorschläge für den Preis einreichen. Vorgeschlagen werden können Objekte aus Freiberg und den Ortsteilen, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre saniert worden sind, wobei jedes Gebäude nicht öfter als zweimal vorgeschlagen werden darf. Ausgelobt wird der Preis seit 1999 jährlich, und seit 2015 im Wechsel mit dem Architekturpreis, durch die Deutsche Bank Filiale Freiberg, DB Privat-und Firmenkundenbank AG und die Stadt Freiberg.

Bisher erhielten 19 Gebäude und Gebäudeensembles, davon allein 17 in der Freiberger Altstadt, den Freiberger Sanierungspreis - zuletzt 2019 das spätgotische Gebäude Mönchsstraße 1, das seit seiner Sanierung das Hotel Freyhof beherbergt.