Freibergs Bürgerpreisverleihung und Neujahrsempfang

Ereignis Silberstadt swingt ins neue Jahr

Freibergs Bürgerpreise verliehen

Freiberg. Der Neujahrsempfang des Freiberger Oberbürgermeisters bildet traditionell den festlichen Rahmen für die Verleihung der Bürgerpreise der Silberstadt. Aus den Händen von Silberstadtkönigin Julia I. und Oberbürgermeister Sven Krüger konnten diesen zunächst Angelika Johnigk und Cornelia Brosowski entgegennehmen. Die beiden Frauen leiten gemeinsam seit vielen Jahren ehrenamtlich die Selbsthilfegruppe "Trauernde Eltern" bei der Diakonie Freiberg und spenden Trost, wenn das Unfassbare, nämlich der Tod des eigenen Kindes, die Hinterbliebenen verzweifeln lässt. Der zweite Bürgerpreis für das Jahr 2019 ging an Steffen Döhner, der vor allem in seiner Funktion als Leiter der "Freiberger Bergsänger" viel für den Erhalt des bergmännischen Liedgutes leistet und mit zahlreichen Auftritten bundesweit und darüber hinaus den Namen Freibergs bekannt macht.

Neujahrsempfang in Freiberg wirft einen Blick voraus

Wohl noch nie bei einem Neujahrsempfang des Freiberger Oberbürgermeisters wurde zum Abschluss die heimliche Hymne der Silberstadt, das "Steigerlied", auf diese Art und Weise gesungen. Denn die Big Band der Mittelsächsischen Philharmonie unter dem furiosen Dirigat von José Luis Gutiérrez begann das Stück ganz klassisch und alle in der vollbesetzten Nikolaikirche stimmten die erste Strophe an. Dann explodierte das Orchester geradezu, nahm Swing auf und katapultierte das Traditionslied mitten hinein in die Gegenwart. Dieses Feuer griff über und so war die Stimmung beim Empfang geradezu grandios. Zuvor wurde vor allem der Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Sven Krüger gelauscht, der zunächst auf 2019 zurückblickte. "Was war das doch für ein besonderes Jahr", sagte er. "2019 wird zweifelsfrei in die Geschichte unserer Stadt eingehen. Wenn wir in 50 oder 100 Jahren zurückblicken, war es das Jahr, in dem entscheidende Weichen gestellt wurden." Womit die Vergabe des Welterbetitels an die Montanregion Erzgebirge gemeint war. Doch schaute das Stadtoberhaupt auch voraus. Denn in der nicht mehr fernen Zukunft steht eine große Aufgabe an: Die Sanierung und Verschönerung des Bahnhofsgebäudes, welches die Stadt kürzlich erworben hat. "Dazu sind auch Ihre Ideen gefragt!", rief Krüger auf. "Zusammen packen wir es an und beleben endlich das marode Empfangsgebäude." Er lud zum Bürgergespräch am 20. Januar um 18.30 Uhr im Hotel Alekto ein. Vor einem Jahr hatte die Stadt den Mineralinos, den kleinen Mineralogen der terra mineralia, 1.000 Euro übergeben. Sie legten nun Rechenschaft darüber ab, was damit gemacht wurde. Neben Exkursionen, die veranstaltet wurden, baute man eine Vitrine, die nun im Krügerhaus steht und in der die eigenen Fundstücke ausgestellt werden. Den Vertretern des Kinder- und Jugendparlaments gab Sven Krüger die Aufgabe, Ideen zu entwickeln, mit denen unter ihren Altersgenossen die Begeisterung für die Montanregion und ihre Traditionen geweckt werden soll. Beim nächsten Neujahrsempfang sollen sie ihre Bilanz dann vorlegen.