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Chemnitz

Freibergs Stadtchef zieht Konsequenzen

Austritt Sven Krüger kehrt seiner Partei den Rücken

Freiberg. 

Freiberg. Es war ein Paukenschlag, nicht nur in der regionalen Politik, sondern darüber hinaus. Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger, seit 1999 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, trat am Donnerstag der vergangenen Woche offiziell aus dieser Partei aus.

Große Unzufriedenheit mit der SPD

Die Entwicklung der SPD in der jüngeren Vergangenheit sei der Hauptgrund, die Geschehnisse der letzten Tage der Auslöser. Nach der Bundestagswahl sei viel versprochen worden, vor allem ein Neuanfang. "Leider muss ich feststellen, dass fast nichts von dem auch nur ansatzweise umgesetzt wurde", so Sven Krüger in seiner Begründung. "Schaut man dieser Tage nach Berlin, drückt das Wort 'Fremdschämen' nicht einmal ansatzweise aus, was ich derzeit empfinde." Er sei lange stolz darauf gewesen, der Partei von Willi Brandt und Helmut Schmidt anzugehören, doch diese Partei gibt es seiner Meinung nach nicht mehr. Er werde nun als parteiloser Oberbürgermeister seinen Aufgaben nachgehen. "Politik für die Menschen unserer Stadt zu machen und nur Dinge zu tun, von denen man wirklich überzeugt ist, das ist mein Anspruch", sagt Krüger.

Freiberg zeigt sich optimistisch

Mit Überraschung und Bedauern reagierten sowohl der Freiberger Ortsverein als auch die Stadtratsfraktion. "Die Zusammenarbeit mit Sven Krüger im Stadtrat war immer gekennzeichnet von Konstruktivität und zum Wohle der Stadt Freiberg", sagt Fraktionsvorsitzende Isabel Lehrle-Thomas. "Wir gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit auch weiterhin von sozialdemokratischen Werten geprägt bleibt." Krüger werde fehlen, meint Ortsvereinschef Jakob Schreiber. "Wir respektieren aber seine Entscheidung."



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