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Freibergs Zeit als Münzstätte verewigt

Enthüllung Gedenktafel erinnert an Geschichtsabschnitt

Freiberg. 

Freiberg. Das Silber, so legte es schon Otto der Reiche im 12. Jahrhundert fest, gehört in die Münze zu Freiberg. Dieser Ausspruch ist seit dem vergangenen Wochenende in Bronze gegossen im Durchgangsportal von Schloss Freudenstein zu lesen. Und er ist das erste Zeugnis davon, dass Freiberg nicht allein als Bergbaustadt, in der beim ersten Berggeschrei vor 850 Jahren Unmengen Silber zu Tage gefördert wurden, Berühmtheit erlangte, sondern auch als Prägestätte für Münzen, und zwar rund 450 Jahre lang, wie es Helmut Herholz, Vorsitzender der Freiberger Münzfreunde, betont.

Besonderer Teil der Geschichte festgehalten

Er enthüllte gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Krüger am Sonntag neben dem Spruch auch eine Gedenktafel, auf welcher bildhaft sowohl die Historie der Münzstätte als auch der Weg des Silbers zum Taler dargestellt ist. "Es ist wichtig, diesen besonderen Teil der Freiberger Geschichte ins Bewusstsein zu rücken", so Herholz. "Deshalb hatten die Münzfreunde schon 2013 die Idee zu dieser Tafel." Der Dresdner Künstler Peter-Götz Güttler machte sich an erste Arbeiten für die Gestaltung. Leider verhinderte eine Krankheit sein weiteres Engagement.

Katja und Markus Latzke aus Neuenhagen bei Berlin sprangen in die Bresche und schufen anhand von historischen Stichen die Vorlage für die Tafel, welche schließlich von der Gießerei Seiler in Schöneiche gefertigt wurde. Sven Krüger zeigte sich beeindruckt. "Ich möchte mich ganz herzlich bei den Münzfreunden für diese Schenkung, die immerhin im fünfstelligen Bereich liegt, bedanken", sagte er. Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern, darunter das Bauunternehmen LSTW, die Saxonia-Freiberg-Stiftung, die Ingenieurgesellschaft G.E.O.S. oder das Recyclingunternehmen MRU Muldenhütten, war es möglich worden, die Idee nach fünf Jahren zu verwirklichen.



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